Dorfchronik Bergerhausen - Januar bis Februar 2008

     
Sonntag, 6. Januar 2008
Zahlreiche Gäste konnte Vorsitzender Hermann-Josef Erken (links) im neuen Sportlerheim beim Neujahrsempfang des Fußballvereins SV-Blatzheim begrüßen. Neben einem Rückblick auf die sportlichen Leistungen des letzten Jahres und einen Ausblick auf das 80jährige Vereinsjubiläum in diesem Jahr stand die Ehrung langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Dabei wurden Peter Beusch (Blatzheim) und Franz Cremer, sowie Thomas und Klaus Horst aus Bergerhausen (v.l.n.r.) für 40jährige Mitgliedschaft geehrt.
  Ehrung Bergerhausener Mitglieder beim SV Blatzheim
Quelle: www.kerpen-blatzheim.de
     
     
Dienstag, 29. Januar 2008

Während der Kerpener Vogelkundler Walter Zenker die Existenz einer aus bis zu 50 Paaren bestehenden Graureiherkolonie im fünf Kilometer östlich gelegenen Kerpener Bruch für die Zeit von 1910 bis 1974 annimmt 1, waren diese stolzen Vögel in Bergerhausen eher eine Rarität. Von 1965 bis 1974 zählte man im Bruchwald zwischen 9 und 19 Brutpaare. Damals war die Kerpener Kolonie die einzige im Erftkreis und die zweitgrößte im Landesteil Nordrhein. Nachdem der Broichwald und das südlich bis zur Bundesstraße 264 angrenzende Gebiet im Jahre 1975 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, wuchs der Bestand im Jahre 1980 auf 50, 1985 auf 85 und 1990 auf 146 Brutpaare. 2

     

Graureiher in seinem Horst

 

Graureiherkolonie im Schlosspark Bergerhausen

 

 

 

Die Zunahme der Population zwang die standorttreuen Tiere auf benachbarte Reviere auszuweichen und so wurde auch die Umgebung von Bergerhausen zum Brutgebiet des Fischräubers. Vor wenigen Jahren bezog das erste Paar die Spitze eines Nadelbaums nördlich des Schlosses. Von dieser Position aus hatten die schlauen Tiere einen hervorragenden Überblick auf das Geschehen im Weiher, in den umliegenden Grasflächen, im Neffelbach und in den Teichen der angrenzenden Gärten Gartenteichen. Inzwischen sieht man Graureiherhorste in mehreren Baumwipfeln beiderseits des in den Park führenden Sträßchens. Der bisher eher milde Januar scheint die Tiere in diesem Jahr zu einer Vorverlegung ihrer normalerweise erst im Februar/März beginnenden Brutzeit verleitet zu haben.




 

 

 

Sonntag, 3. Februar 2008
   
So früh im Jahr wird selten Karneval gefeiert (zuletzt 1913, dann erst wieder im Jahre 2160) und selten auch bei so schönem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über 0 Grad zogen die "Jecken" durch unser Dorf und viele viele Bewohner und Gäste säumten den Straßenrand. Hier einige Foto-Impressionen. Mehr davon auf der Homepage von Klaus Ripp....
     
Bergerhausen - Recht ist nicht immer richtig  
Problemnachbar: Recht haben oder Rechthaber?   Warten auf den Zug (der kommt von links)
Bergerhausen - Sigrid Erken rührt die Zymbeln   Bergerhausen 2008 - Josef und Edith Küppers mit den Kath. Frauen
Sigrid Erken rührt die Zymbeln   Josef und Edith Küppers mit den Kath. Frauen
Bergerhausen 2008 - Die Ja Do Boys aus Blatzheim   Bergerhausen 2008 - Karl-Hans Brandt (mit Ehefrau) in seinem Heimatdorf
Bei den Jungs aus der Jakob-Dohmen-Str. ist angerichtet   Eskimo Karl-Hans Brandt mit dem Gartenbauverein
  Bergerhausen 2008 - Hermann-Josef Erken als schmucker Gardeoffizier
Henry Parpart als "Blatzheimer Charmeur"   Hermann-Josef Erken als schmucker Gardeoffizier
Bergerhausen 2008 - Das Dorf steht Kopf   Bergerhausen 2008 - Die Knollebuure als Bienenschwarm
Einiges unterwegs im kleinen Dorf   KG Knollebuure: Diesmal schwärmen sie als Bienen aus
Bergerhausen 2008 - Leckereien statt Kammelle   Bergerhausen 2008 - Mottwagen der KG Knollebuure
Leckereien statt Kamelle   Ein Hauch von Frühling zieht durchs Dorf.
     
     
Rosenmontag, 4. Februar 2008

Jedes Jahr, am Rosenmontag, lässt "Gineralpossmeister Knolle Jupp" seinen Freunden und Geschäftspartnern ein Gebinde aus roten und weißen Anthurium-Scherzerianum (Flamingoblumen) zukommen. Auf der stets amüsant getexteten Grußkarte präsentiert sich Josef Stollenwerk diesmal in Anlehnung an das Motto des Kölner Rosenmontagszuges "Jeschenke för Kölle uns Kulturkamelle" wahlweise als "Kultur-Kamell" oder "Kult-Kamell".

Kulturkamell Josef Stollenwerk
Flieg Kamellche getragen von Sehnsucht...
(Original: Foto-Frielingsdorf/Rey-Druck)
     
     
Dienstag, 3. Februar bis Samstag, 14. Februar 2008
Park Bergerhausen, 03.02.2008: Pappelreihe entlang des Weihers   Park Bergerhausen, 14.02.2008: Die Pappeln sind gestutzt
3. Februar: Pappelreihe entlang des Weihers 14. Februar: Pappelstümpfe entlang des Weihers
     
Gemeinhin geht man davon aus, dass Pappeln nur eine geringe Lebensdauer von etwa 70 Jahren hätten. Insofern wäre die Zeit der zehn entlang des Weihers stehenden Bäume abgelaufen. Sie wurden nämlich im Frühling vor 72 Jahren anlässlich der Geburt am 24. März 1936 der von Loë-Tochter Annegit gepflanzt.
Tatsächlich haben Pappeln ein weiches, für Zerfall und Pilzbefall anfälligeres Holz und müssen deshalb häufiger als andere Bäume früh gefällt werden. Durch Rückschnitt kann der Baum jedoch zu neuem, gesundem Wachstum angeregt werden. Deshalb ist es kein Frevel, dass die Pappeln in den Tagen nach Karneval zurecht gestutzt worden sind, sondern eine Chance für viele weitere Jahre gesunden Wachstums.
Die Arbeiten im Park wurde von Profis mit Hilfe der doppelten Seiltechnik ausgeführt und dauerten fünf Tage. 
  Baumpflege mit Hilfe der doppelten Seiltechnik
Dank moderner Arbeitstechniken kracht der Ast nicht herunter sondern gleitet sanft am Seil zu Boden.
     
     
Instandsetzung von Wirtschaftswegen rund um Bergerhausen  
Wochenende, 23./24. Februar 2008
Wenn man bei einem wochenendlichen Spaziergang draußen in den Feldern auf einen Mann trifft, der dort allein herumläuft und mit einem haushaltüblichen Besen den Weg kehrt, mag man an einen Sonderling geraten sein - oder an einen Landwirt, der das Wasser aus den Pfützen kehrt, damit die Löcher am Folgetag fest verfüllt werden können. Anschließend sieht das dann so ordentlich aus, wie auf dem nebenstehenden Foto.
     
Instandsetzung von Wirtschaftswegen rund um Bergerhausen   Instandsetzung von Wirtschaftswegen rund um Bergerhausen
     
Im Februar kann der Bauer schon das eine oder andere Feld pflügen und für die Frühlingssaat vorbereiten. Es werden aber jetzt insbesondere jene Arbeiten verrichtet, für die während der eigentlichen Feldsaison nicht genügend Zeit bleibt.

In diesen Tagen richten die Landwirte rund um unser Dorf die Wege her. Dazu gehört auch die Pflege der Raine und das Zurückschneiden der Saumbepflanzung.
     
Instandsetzung von Wirtschaftswegen rund um Bergerhausen   Instandsetzung von Wirtschaftswegen rund um Bergerhausen
Mit einem Problem ganz anderer Art hat man es auf den Feldern zwischen der Bundesstraße 264 und dem Buchsbaumsmaar zu tun. Dort wurde beim Bau der Umgehungsstraße die Drainage zu hoch gelegt. Jetzt staut sich dort das Regenwasser auf den Äckern und hinterlässt eine stinkende Brühe in dem Feuchtbiotop.
     
Die Folgen einer fehlerhaften Drainage zwischen Bergerhausen und den Clemenshöfen   Die Folgen einer fehlerhaften Drainage zwischen Bergerhausen und den Clemenshöfen
     
     
Mittwoch, 20. Februar 2008
 
Donnerstag, 28. Februar 2008
Santiago 20.02.2008
Santiago

Datum: 20.02.2008
um 00:31 Uhr
Gewicht: 3710 g
Größe: 50 cm
  Emily 28.02.2008
Emily

Datum: 28.02.2008
um 20:59 Uhr
Gewicht: 3235 g
Größe: 50 cm

Quelle: www.krankenhaus-dueren.de Babyfotogalerie
     
Bergerhausen hat zwei neue Erdenbürger und das Krankenhaus Düren stellt sie in seiner Babyfotogalerie vor: Am 20. Februar wurde Santiago Jürgensen (alte Zigarrenfabrik) geboren und acht Tage später Emily Kolacki (Enkelin von Carola Erken vom Hotel zur Wasserburg).
     
     
Ende Februar 2008
   
Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim
     
Geburt und Tod liegen oft nahe beieinander. Leben und Sterben sind natürliche Vorgänge. Wenn allerdings natürliches Leben durch menschlichen Eingriff zerstört wird, sind Fragen zu stellen. Angesichts der noch relativ jungen Pappelreihe im Feld südlich zwischen Bergerhausen und Blatzheim stellt sich die Frage, ob eine Radikalzerstörung wirklich sein musste. Das Foto oben entstand am 20. Januar 2007, einen Tag nach dem "Jahrhundertsturm" Kyrill. Hier sehen wir dieselbe Pappelreihe auf einem Foto vom 13. Oktober 2001...
     
Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim 2001
     
... und aus der Gegenrichtung auf einem Foto vom 30. Juli 2007:
Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim 2007
     
Gefällte Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim 2008   Gefällte Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim 2008
     
Anhand der unterschiedlich Sommer- und Herbstbelaubung sowie der Beschaffenheit der Schnittflächen mag sich ein jeder selber anhand dieser Fotos ein Urteil bilden zur kompletten Entfernung der landschaftsbildprägenden Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim Ende Februar 2008.
     
Gefällte Pappelreihe im Feld zwischen Bergerhausen und Blatzheim 2008
     
     
Baumanpflanzungen im Schlosspark Bergerhausen, Ende Februar 2008   Ganz anders stellen sich zur selben Zeit erfreulicherweise die Verhältnisse im Schlosspark dar. Nachdem es jahrelang keine nennenswerten Neuanpflanzungen gegeben hat obwohl der Baumbestand immer stärker dezimiert wurde, sind jetzt endlich an verschiedenen Stellen im Park Ersatzbepflanzungen durchgeführt worden. Das lässt auf eine Wende zum besseren für den sterbenden Schlosspark hoffen.

Neuanpflanzungen im Schlosspark Bergerhausen Frühjahr 2008
     

Alle Fotos und Repros auf dieser Seite sofern nicht anders angegeben: Franz-Peter Dohmen

        

 

1Walter Zenker, Die Graureiherkolonie im NSG Kerpener Bruch, Kerpener Heimatblätter 3/1990

2Karl-Heinz Jelinek, "Der Kerpener Bruch", NABU Kreisverband Rhein-Erft, http://www.nabu-erftkreis.de/texte/wechselseiten/kerpenerbruch.html