Sonntag, 1. Januar 2006 (Neujahrstag)Die erste Stunde des neuen Jahres begann in Bergerhausen mit vergleichsweise vielen Menschen auf der Straße, ausgedehnten Feuerwerken und einem Großeinsatz der Polizei. Eine Gruppe junger Leute war über die Dorfstraße gezogen und zündete hier und da einen Feuerwerkskracher. Das machten Sie auch, als sie an im Dorfzentrum an einer Gruppe Bergerhausener vorbeizogen, die vor Ihrer Haustür ein Feuerwerk abbrannten. Dabei soll ein Kracher vor den Füßen einer angeblich schwangeren Frau explodiert sein, was nicht nur die Frau erschreckt, sondern auch deren Mann in Aufregung versetzt haben soll. Es soll sich ein Wortwechsel ergeben haben, der in eine Rangelei übergegangen sein soll, wobei die angeblich Schwangere zu Fall gekommen und sich leicht verletzt haben soll. Das wiederum zog einen Anruf bei der Polizei nach sich und die rückte mit drei Streifenwagen und einem Fahrzeug mit Hundebox an. |
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Sonntag, 8. Januar 2006An ihrem neuen Wohnsitz in Erftstadt-Ahrem verstarb heute die aus Bergerhausen stammende Margarete Weber. Margarete Heinen war am 13. April 1935 geboren. Auch nach ihrem Fortzug im September 2001 blieb sie ihrem alten Heimatdorf verbunden. Ihre Kinder Astrid, Birgit und Silke dankten der Mutter in der Todesanzeige mit einem Vers:
Foto vom 26.8.2001 |
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![]() Hausanschlüsse Dürener Straße 43 - Fotos vom 15.1.2006 |
Mittwoch, 11. Januar 2006"Kanalbau mit Hindernissen" titelte die heutige Lokalausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers und berichtet, dass die Arbeiten am Kanalbau ursprünglich bis zum Jahresende 2005 fertig gewesen sein sollte, sich die Arbeiten nun aber wegen der vorgefundenen Verhältnisse noch über einige Wochen hinziehen wird. Tiefbauamtsleiter Karl Hans Giesen nannte Redakteur Wilfried Meisen die Gründe: "Normalerweise liegen die Versorgungsleitungen in einer Art Paket nahe beieinander im Erdreich unter der Straße. Bei den Kanalarbeiten können die Bagger dann relativ leicht so eingesetzt werden, dass Beschädigungen an den Leitungen vermieden werden." |
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Nachdem der Hauptkanal kurz vor Weihnachten fertig gestellt werden konnte und die Arbeiten bis Neujahr geruht haben, ist man in diesen Tagen dabei, die einzelnen Hausanschlüsse zu erneuern. |
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Montag, 30. Januar 2005Zu den typischen Merkmalen unserer Zeit gehört die übersteigerte Fürsorge staatlicher Stellen. So ist in unserem Lande kaum noch möglich, im Winter eine zugefrorene Eisfläche zu betreten, ohne ein entsprechendes Verbotsschild zu missachten. In Bergerhausen kommt man zum Glück noch ohne solche freiheitsbeschränkende Maßnahmen aus, obwohl in diesem Jahr eine große, für die Wasservögel eisfreigehaltene Fläche im Weiher eine gewisse Gefahr bedeutet und erhöhte Aufmerksamkeit beim Betreten des Eises erfordert. |
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| Heute fiel ein Junge aus Bergerhausen in dieses Loch, wurde aber von seinen Spielgefährten sofort wieder herausgezogen | |||||||||
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Sonntag, 26. Februar 2006Am Mittwoch wurde die Ortsdurchfahrt zwischen den Abzweigungen Wasserburg und Alte Straße provisorisch für beide Straßenseiten verkehrstauglich gemacht und die Baustelle über die Karnevalstage stillgelegt. Zwar rumpelt es bisweilen beträchtlich wenn die Fahrzeuge in Richtung Blatzheim eine der vielen Aushubkanten in der Fahrbahndecke überfahren, aber wenigstens konnte der Blatzheimer Karnevalszug traditionsgemäß in Bergerhausen starten und den Ort weitgehend ungehindert passieren. |
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Fotos: Michael Dünnwald (oben,
unten und Panoramafoto), Klaus Ripp (rechts und ganz unten
links)
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Die Bewohner von Dorsfeld stellten einen "Zug im Zug", in dem sie daran erinnerten, dass ihr Dorf 70 Jahre besteht. Rund um das im Mittelalter gegründete Haus Dorsfeld wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts eine landwirtschaftliche Siedlung gegründet, so dass diese "Jubiläumsfeier" durchaus ihr Berechtigung hat. |
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| Die vorwiegend in Rinder und
Schweinkostümen gekleideten Dorsfelder persiflierten sich selber
als Bewohner eines Kuhdorfs: "Damals wie heute echt kuhle
Leute." |
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Foto oben: Ortsvorsteher Klaus Ripp inmitten der Dorsfelder JubilareFoto unten: Fußgruppe des Gartenbauvereins. |
Die Bergerhausener (oben: Familie Winkel, unten: Familie Dohmen) und viele Zaungäste genossen den farbenprächtigen Umzug bei kaltem Wetter mit leichtem Schneefall |
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Samstag, 18. März 2006Der Tatort ist in grelles Scheinwerferlicht getaucht. Ein altes Ehepaar wurde Opfer eines bestialischen Mordes. Die Bettlaken sind über und über mit Blut besudelt. Ein schockierender Anblick für die fünfjährige Sabrina, als sie an der Hand ihrer Mutter die entsprechenden Räumlichleiten im oberen Bereich des Bergerhausener Schlosses betritt. "Hier haben Kinder eine Ketchup-Schlacht gemacht", versucht die Mutter den üblen Anblick zu entschärfen. |
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| Kein Ketchup, sondern Blut - Filmblut -
haben die beiden bei ihrem Rundgang durch das Schloss gesehen,
das in diesen Tagen wieder einmal Drehort für eine
Filmproduktion ist. "Das zweite Gesicht" wird von der Müller &
Seelig Filmproduktion im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks in
Münster, Köln und Umgebung produziert. Die Dreharbeiten laufen
bis zum 18. März 2006. Die Ausstrahlung ist für September 2006
vorgesehen. In einer
Pressenotiz des WDR liest man dazu: Die bekannte Hellseherin Roswitha Brehm (Gudrun Ritter) wurde ermordet. Noch wenige Stunden vor der Tat hatte sie verzweifelt versucht, Kontakt mit Kommissar Thiel aufzunehmen. Wollte sie mit ihren parapsychologischen Fähigkeiten wieder ein Verbrechen aufklären? Thiel ist skeptisch. Doch nun starb die Hellseherin ausgerechnet in der geheimnisvollen Villa, die in Münster bereits für große Schlagzeilen sorgte. Vor Jahren wurde hier die Familie Steinhagen erschossen. Der Fall blieb ungesühnt, die Leichen unauffindbar. Nur die Adoptivtochter Franziska (Lavinia Wilson) überlebte das Blutbad. |
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| Gibt es eine Verbindung zwischen dem Tod der Hellseherin und dem Mord an den Steinhagens? Der überhebliche Universitätsdozent Dr. Mittenzwey (Hans-Jochen Wagner) erscheint auf der Bildfläche und weiß Antworten auf Fragen, die nicht gestellt wurden. Profitiert er vom Tod seiner prominenten und wohlhabenden Patentante? Thiel stößt bei seinen Ermittlungen auch auf den verschrobenen Herrn Krawzyk (Alexander Hörbe). Für ihn war seine Nachbarin Roswitha Brehm eine Hexe, die gefährliche Strahlen aussendete. |
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Samstag, 8. April 2006Die Heimat der Nilgänse ist Afrika. Inzwischen sind sie aber auch in den Niederlanden heimisch geworden. Im Jahre 1994 wurden dort 1350 Brutpaare geschätzt. Inzwischen haben sie sich über den Niederrhein nach Nordrhein-Westfalen hin ausgebreitet. Im Winter letzten Jahres gab ein Nilgans-Paar ein erstes Gastspiel auf dem Schloßweiher. Im Herbst kamen sie wieder nach hier, sind geblieben und brüten gerade in einer Baumhöhle, hoch oben in einer alten Platane. So darf man hoffen, daß diese scheuen aber anpassungsfähigen Halbgänse in Bergerhausen seßhaft werden. |
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Wegen Wartungsarbeiten am Springbrunnen wird seit einigen Tagen das Wasser des Weihers abgepumpt. Die ansonsten unterhalb der Wasseroberfläche befindlichen Installationen und deren Betonfundamente liegen nun frei. Rechts im nebenstehenden Foto erkennt man die Fundamente des ursprünglichen Springbrunnenstandortes. Da man zur Zeit auch an Standorte gelangen kann, die man sonst nicht erreicht, kommt man zu ungewöhnlichen Fotoperspektiven. Auf diese Weise entstand das aus sechs Einzelaufnahmen bestehende Panoramabild mit Blickrichtung vom Fuß des Schlosses hinüber zum Dorf. |
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Freitag, 28. April 2006Seit
heute gibt es in Bergerhausen wieder eine Tankstelle. Nachdem
die "Freie Tankstelle Weyrich" am 28. Dezember 2004 ihren
Betrieb überraschend einstellte, wurde der Betrieb vor einigen
Monaten von der Orlen Deutschland AG übernommen. Die
Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen des polnischen
Mineralölkonzerns PKN ORLEN SA, der als einer der bedeutendsten
polnischen Konzerne gilt. In Deutschland hält der Konzern unter
den Markennamen ORLEN und STAR einen Anteil von knapp drei
Prozent am deutschen Kraftstoffmarkt. |
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Dem Vernehmen nach hatte der vorherige
Betreiber erst ein halbes Jahr der Schließung Konkurs
angemeldet. Nach der Übernahme durch den neuen Besitzer waren
zunächst noch Tiefbauarbeiten erforderlich, die sich aufgrund
der langen Frostperiode des letzten Winters länger hinzogen als
ursprünglich geplant.
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Dienstag, 30. Mai 2006Hans W. Schiefer vom Geilrather Hof treiben Sorgen um. Seinem Hof, den er zusammen mit seiner Fau Gretel, geb. Schäfer seit über dreißig Jahren bewirtschaftet, droht ein erheblicher Wertverlust. Das gilt natürlich auch für die anderen sechs Höfe in Geilrath und deren dreißig Bewohner. Sie fordern deshalb ein neues Verkehrskonzept oder die komplette Umsiedlung. Der Tagebau Hambach rückt heran und erfordert die Verlegung der Autobahn. Die "A4" wird dann in nur 150 Metern nördlich an Geilrath vorbei geführt werden. Die Hambachbahn wird den Weiler im Westen tangieren, im Süden verläuft seit langem schon die kürzlich um ein S-Bahn-Gleis erweiterte Bahnstrecke Köln-Aachen. Und auch die B477 soll anstelle der jetzigen Kreisstraße unmittelbar westlich am Dorf vorbei führen. So wird der heute noch idyllische Weiler wie eine Insel inmitten bedeutender Verkehrstrassen liegen, die den Ort einschnüren und den Menschen ihre Lebensqualität und Ihren Anwesen den Wert nehmen wird. Man hofft jetzt auf eine erfolgreiche Klage, die die Stadt Kerpen gegen die geplante Trassierung der Autobahn in Aussicht gestellt hat. |
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Reproduktion des Artikels (Ausschnitt) aus der heutigen Kölnischen Rundschau mit einem Text und Fotos von Redakteur Manfred Funken. |
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Das Satelittenbild von "Google-Earth" zeigt den Weiler Geilrath aus einer Höhe von knapp 730 Meter: oben die A4, unten die Bahntrasse und rechts die Kreisstraße. (Zur Nutzungsberechtigung des Bildes siehe hier) |
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Alle Fotos auf dieser Seite (falls nicht anders angegeben): Franz-Peter Dohmen |
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