Dorfchronik Bergerhausen - September bis Dezember 2005

   
Sonntag, 9. Oktober 2005

Seit Mitte September wird im Abschnitt zwischen Alte Straße und Unterdorf erneut die Dürener Straße aufgerissen. Nach der Erneuerung der Wasserleitung im Frühjahr wird jetzt die Kanalisation erneuert.

   

(Ausriss aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 28.10.2005)
Freitag, 28. Oktober 2005

Detlef Kappas vom Hubertushof ist Vermessungstechniker, Karl-Willi Graf-Riesen aus Kerpen ist Apotheker. Beide verbindet, dass sie Hobbyjäger sind und über Kapital verfügen, dass investiert sein will. So steckten Sie rund 650.000 Euro in den Bau eines an der Ferdinand-Braun-Straße im Sindorfer Industriegebiet gelegenen Jagd- und Schießkinos, das heute eröffnet wird. Jäger, Sportschützen, Polizei- und Grenzschutzbeamte sowie die Mitarbeiter von privaten Sicherheitsunternehmen sollen dort mit ihren Waffen üben können.

   
Freitag, 11. November 2005
 
 
   
Der bis Haus-Nummer 63 in der südlichen Hälfte der Dürener Straße verlaufende Abwasserkanal schwenkt von dort an im Dorfzentrum auf die nördliche Straßenseite. Die Arbeiten finden seit einer Woche in diesem Bereich statt. Der ampelgeregelte Verkehr fließt über die freie Straßenhälfte.
   
   
Sonntag, 13. November 2005

Die Menschen standen Schlange vor und im Schloss denn Bergerhausen erlebte heute prominenten Besuch. Jedenfalls aus Sicht der Kinder, die deswegen in großer Zahl mit ihren Familien zum Schloss gekommen waren. Dort gab das "Kasperle", die bekannte Handpuppe, eine Vorstellung.


(Fotos: Elvira Dohmen)    

   

Akteure im Verborgenen waren Peter Pingen  aus Blatzheim ("Seppl") und Marlene Dahmen aus Bergerhausen ("Kasperle") vom Förderverein des Kindergartens St. Kunibert Blatzheim.

Wegen des unerwartet starken Besucheraufkommens wurde kurzerhand eine zweite Vorstellung angesetzt.

Während die einen im Rittersaal den aufregenden Abenteuern des Kaperles lauschten,

mussten die anderen sich bis zur nächsten Vorstellung gedulden.

Im behaglichen Ambiente des Kaminzimmers wurde das Warten bei Kaffee und Kuchen allerdings zum Vergnügen.

Burgherrin Sabine Stollenwerk - zugleich Vorsitzende des Kindergarten-Fördervereins - kümmerte sich persönlich um das Wohl der Gäste.

   
Samstag, 10. Dezember 2005

Der Schlosspark stirbt weiter. Forstfachleute hatten anlässlich einer Begehung des Parks in der ersten Jahreshälfte festgestellt, dass viele der alten Bäume an Stammfäule leiden. Daraus ergab sich für die Verantwortlichen die Konsequenz, den Park für die Öffentlichkeit zu sperren oder die Gefahrenquellen zu beseitigen.

Letzteres geschah im Laufe der vergangenen Woche, im Vorfeld des bevorstehenden Weihnachtsmarktes.

   
Ein Dutzend alte Bäume, vorwiegend Akazien und Lärchen wurden gefällt. Bei weiteren Bäumen wurden die Kronen zurückgeschnitten und Äste amputiert. Josef Küpper, der gute Geist des Parks, achtete mit darauf, dass die Fällaktion auf das unbedingt Notwendige beschränkt blieb. Zudem kümmert er sich seit Jahren um Ergänzungsbepflanzungen. Ersatzbepflanzungen sollen jetzt aber auch ganz "offiziell" erfolgen. Bleibt zu hoffen, dass dabei auch auf den Erhalt der Artenvielfalt des historischen Landschaftsparks geachtet wird.
   
   
Weihnachtsmarkt, 16. bis 18. Dezember 2005

Der Weihnachtsmarkt startete mit Pech und Pannen. Nachdem die Meteorologen am Vortag noch vor Orkanböen gewarnt hatten legte sich der am Tag noch heftige Wind am Nachmittag, so dass den Akteure eine Sorg abgenommen war. Dafür fiel dann alsbald in weiten Teilen des Areals der Strom aus. Offenbar war die Versorgung unterdimensioniert. Erst eine halbe Stunde vor Ende des Markttages zeigte der Markt sich in Festbeleuchtung und konnte mit weihnachtlicher Musik beschallt werden.

 
Trotz der an diesem Tag nur geringen Besucherzahl führten Planungsfehler sowie die immer noch offene Kanalbaustelle mit ihrer Ampelanlage für einen Zusamenbruch des Verkehrs.
 
Die Fahrzeuge stauten sich zeitweise zurück bis zum benachbarten Dorf Langenich.


Am Samstagmittag sperrten städtische Arbeiter die Dürener Straße ab Höhe der Kreuzung "Wasserburg" bis zur Haagstraße in Blatzheim ab. Eine Durchfahrt war nur in Fahrtrichtung Düren und nur für Anlieger und Besucher des Weihnachtsmarktes erlaubt. Für die Marktbesucher erhob der städtische Ordnungsdienst zum Ärger Vieler einen "Wegezoll" von drei Euro.

 
Derweil ärgerte man sich in Blatzheim darüber, dass nicht bereits am Kreisel der Umgehungsstraße, sondern erst auf Höhe der Kreuzung Haag-/Kunibertusstraße auf die Vollsperrung der Dürener Straße hingewiesen wurde, wodurch ein vermeidbares Verkehrsaufkommen entstand.

Allerdings entschädigte der Besuch des Weihnachtsmarktes Anwohner und von auswärts kommende Besucher mit seiner unvergleichlichen Atmosphäre und einem vielfältigen Angebot.

   
Das Vorbild des mit Lichtgirlanden bestückten Baumes hatte Josef Stollenwerk in Berlin entdeckt. Der Lichterbaum ist ein Blickfang im Lichtermeer des diesjährigen Weihnachtsmarktes.
 
Nicht nur mit ihren prächtig gestalteten mobilen Ständen "Café-Treff" und "Vesper-Haus" sowie einem Grillstand zeigte das Bergerhausener Ehepaar Norbert und Karin Knipprath erhöhte Präsenz, auch die meisten der Holzbuden stammen aus der Werkstatt des in Bergerhausen lebenden mobilen Imbissbetreibers. Die Gäste loben immer wieder die Qualität der angebotenen Speisen und die Sauberkeit des Bergerhausener Gastronomiebetriebes.

Auch ein anderer in Bergerhausen lebender Geschäftsmann, Hotelier Hermann-Josef Erken, gehört zu den Aktivposten des hiesigen Weihnachtsmarktes. Als Vorsitzender des Fußballvereins SV Blatzheim kümmert er sich um Vieles und bietet zusammen mit dem Verein hausgemachte Spezialitäten an.

Hochwertige Solinger Edelstahl-Tafelutensilien aus der Herstellung seines Vaters verkauften Stollenwerk-Stiefsohn Moritz Mertens und sein Freund Dominik Kappas auf dem Markt.

   
Hausherr Stollenwerk überraschte die Besucher mit einer vorweggenommenen Eröffnung seines seit Jahren in Planung und Ausbau befindlichen Landmaschinen-Museums. Im langestreckten Querriegel des Burghofs präsentiert der Bergerhausener Großlandwirt seine Sammlung alter Lanztraktoren und -landmaschinen. Ein Wandtransparent verriet, dass juristischer Träger des Museums der "Verein der Freunde und Förderer für Lanz-Bulldog, Traktoren, alte Landmaschinen und Geräte sowie des Burghofes von Burg Bergerhausen e.V." ist.
   
   
 
Im Vorraum des Museums fand erstmals ein Kinderweihnachtsmarkt statt. Die Kinder des Blatzheimer Kindergartens und die Kindertagesstätte "Tausendfüßler" verkauften hier zusammen mit Eltern und Betreuerinnen Selbstgebasteltes. Auf der gegenüberliegenden Seite der Museumshalle, im Südwestflügel des Gebäudes vermittelte eine karribische Coctailbar "Tropical Feeling".
 
   
Am Sonntagnachmittag wurde der Weihnachtsmarkt - wie gehabt - zu einer Massenveranstaltung. Die Menschen schoben sich dicht bei dicht durch die Budengassen und lauschten dem attraktiven Bühnenprogramm mit Graham Bonney und dem Blatzheimer Schulkinderchor, der Maryland Jazzband of Cologne, den 7 Seasons, dem Krippen-Karl und vielen anderen.

"Die jungen Trompeter" - Markus und Peter Rey aus Kerpen setzten auf der Showbühne einen besinnlichen Schlusspunkt. Trotz der hier beschriebenen Probleme war auch der fünfte Weihnachtsmarkt der Stadt Kerpen eine gelungene Veranstaltung und eine Bereicherung für unser an den übrigen Tagen des Jahres weitgehend unbeachtetes Dorf.

Wie verlautet, soll der Weihnachtsmarkt 2006 ausnahmsweise bereits am 3. Advent stattfinden, weil der 4. Adventsonntag zugleich Heiligabend ist.

   

   

Weitere Bilder, Berichte und Informationen zum Bergerhausener Weihnachtsmarkt finden Sie hier (Klicken!).

Alle Fotos auf dieser Seite (falls nicht anders angegeben): Franz-Peter Dohmen