| Sonntag, 3. Juli 2005 Im 102. Lebensjahr stehend (geb. 29.8.1903) verstarb heute Josefine Stupp von Gut Onnau. Im Nachruf (KStA Nr. 157 vom 9./10.7.2005) ihrer Familie heißt es: "Unsere Tante Fine ist im Alter von 101 Jahren friedlich eingeschlafen. Tatkräftig, bescheiden, voller Gottvertrauen und Dankbarkeit meisterte sie ihr Leben bis ins hohe Alter und wurde immer mehr zum Mittelpunkt der Familie." |
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| Dienstag, 26. Juli 2005
Heinrich Zens verstarb heute im Alter von 77 Jahren. Der am 14.11.1927 geborene Heinrich Zens war mit Lena Färber verheiratet und hatte von seinem Schwiegervater Johann Färber den Clemenshof 1 übernommen. Inzwischen wird der Bauernhof von seinem Sohn Jürgen geführt. (Foto vom 18.05.2004, Michael Preuschoff) |
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| Donnerstag, 28. Juli
2005 In vier Monaten Bauzeit ersetzte das Unternehmen RWE Rhein-Ruhr die rund hundert Jahre alte Graugusswasserleitung zwischen Ortseingang und Abzweig Alte Straße sowie im nördlichen Teil der Straße "Wasserburg" durch moderne zwanzig Zentimeter dicke Kunststoffrohre. Heute verstummten die Baumaschinen, die Absperrungen wurden entfernt und der Verkehr kann wieder ungehindert die Ortsdurchfahrt passieren. Als nächtes soll zwischen Alte Straße und Ortsausgang auch der Kanal erneuert werden. Insgesamt werden 320 Meter neuer Kanal verlegt. Die Maßnahme wurde bereits ausgeschrieben. Submission war am 21. Juli. In der Ausschreibung ist von einem voraussichtlichen Ausführungszeitraum von August 2005 bis Januar 2006 die Rede. |
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Montag, 1. August 2005 Auch außerhalb der Straßen finden zur Zeit Baumaßnahmen und Verschönerungsarbeiten statt. So ebnete man vor einigen Tagen die seit geraumer Zeit brach liegende Parzelle zwischen der Straße "Wasserburg" und dem Krümmelshof ein. Vermutlich wird hier Gras für eine neue Weidefläche eingesät. |
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| Schon seit
Wochen sind Arbeiter auf dem Gelände der Burg mit
Verschönerungsarbeiten beschäftigt. Im Frühjahr wurde der
Innenhof der Vorburg neu befestigt. Kürzlich wurden die
Rasenflächen teilerneuert und mit Begrenzungen aus
Pflastersteinen versehen. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten am
Weiher wird zur Zeit der Bereich unterhalb der Schlosskapelle
neu befestigt. |
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Was auf den ersten Blick wie ein Feuerwehrauto aussieht, ist tatsächlich das Spezialfahrzeug eines Forstunternehmens, das seit Ende letzter Woche im Auftrag der Stadt Kerpen mit umfassenden Baumschnittarbeiten im Park beschäftigt ist. Zuvor war bei der Begehung des Schlossparks mit einem Baumexperten festgestellt worden, dass eine große Anzahl der Bäume im Park Schäden aufweist. Nun sollen die schlimmsten Gefahren für die Spaziergänger durch entsprechende Baumbeschnitte beseitigt werden. |
| Samstag,
20. August 2005 |
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| Die Wiese zwischen dem Anwesen Stollenwerk und dem Neffelbach wurde in den letzten Tagen von den Betreibern des Reitstalls Hof Valentin (Kommandeursburg Blatzheim) als Pferdekoppel eingerichtet. In anmutigem Schwung folgt die Umzäunung der Rundung des Neffelbachrandweges. |
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| Die
Verschönerungs- und Sicherungsarbeiten - bei letzteren ging es
darum, Gefahren für Passanten durch herabfallende morsche Äste
auszuschließen - standen zum Teil im
Zusammenhang mit einer Großveranstaltung, die unsere Region in
diesen Tagen erleben darf, dem der in der Zeit vom 11. bis 21.
August 2005 stattfindenden XX. Weltjugendtag 2005. Obwohl die
Stadt
Köln ab 16. August als zentraler Veranstaltungsort gilt, wirkt sich diese Großveranstaltung der
katholischen Kirche, zu der bis zu einer Million Pilger aus
aller Welt erwartet werden, in der gesamten rheinischen Region von Bad
Münstereifel bis Essen-Kettwig aus. An diesem Wochenende ist das
"Marienfeld", dem ehemaligen Standort von Mödrath auf dem
inzwischen rekultivierten Gelände des Tagebaus Frechen, zentraler
Veranstaltungsort des Weltjugendtages 2005. Am heutigen
Samstagabend sowie am Sonntag wird dort Papst Benedikt XVI., der
sich seit Mittwoch in Köln aufhält, eine Vigil sowie den
Abschlussgottesdienst zelebrieren. Diese Gottesdienste werden
von Unterhaltungsprogrammen umrahmt. |
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| Auch unser Dorf ist in das
Geschehen rund um den Weltjugendtag eingebunden. So fand etwa die
Aufforderung, den jungen Pilgern eine Unterkunft zur Verfügung
zu stellen, unter anderem Gehör bei Heinz Titze, der sein Haus
nach dem Tod seiner Frau allein bewohnt. Ein Schild am Fenster
weist auf das Quartierangebot hin. Es wurde von zwei jungen
Polen aus dem Raum Breslau angenommen.
Auf dem Foto rechts sehen wir den Gastgeber (verdeckt) und die jungen polnischen Pilger auf dem Weg zur Morgenmesse in der Pfarrkirche Blatzheim. |
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| Wir haben die jungen Pilger im Auto mit nach Blatzheim genommen und am Pfarrer-Wolters-Platz abgesetzt. Der an der Kirche gelegene Platz (Foto oben links) ist seit Tagen der zentrale Treffpunkt für die in unserer Pfarrgemeinde untergekommenen Pilger. Heute fahren hier, wie überall rings um Kerpen, Pilgerbusse an (Foto rechts) und lassen ihre Fahrgäste von hier aus zu Fuss zum immerhin noch gut 8 Kilometer entfernten Marienfeld gehen. | |
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Fotos: Michael Dünnwald |
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| Im Kunibertushaus machen sich die ehrenamtlichen Helfer ("Volunteers") und die jungen Pilger aus unserer Pfarrgemeinde bereit für den gut acht Kilometer langen Fußmarsch zum Marienfeld. Mit dabei ist auch die 16jährige Christina Dünnwald aus Bergerhausen (Foto oben links). Nach einer gemeinsamen Messfeier macht sich die Blatzheimer Gruppe mit ihren Gästen auf den Weg (Foto oben rechts). Sie kennen natürlich die beste Strecke - durch den Park und immer entlang des Neffelbachs. | |
| Anders sieht es bei den
ortsfremden Pilgergruppen aus. Sie laufen entlang der viel
befahrenen Straßen. Trotz monatelanger Planung
hat offenbar niemand daran gedacht, die Fußwege nach Kerpen zu
markieren.
Als wir im Blatzheimer Oberdorf auf mehrere große Fussgruppen trafen, die sich entlang der Autostraße aus Richtung Nörvenich näherten, haben wir sie bis zum Neffelbachrandweg geleitet (Foto rechts) und ihnen diese ungefährliche und reizvolle Pilgerroute abseits des motorisierten Verkehrs erklärt. |
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Auch die belgische
Kleingruppe auf dem Foto links weiß am Ortseingang von
Bergerhausen nicht mehr weiter. Familie Kania erklärt den Weg. "Unsere" französische Pilgergruppe hat inzwischen den Schlosspark durchquert und die Neffelbachbrücke in Bergerhausen erreicht. Anhand einer Karte wird der weitere Verlauf des Fußwegs unter Einschluss des Kolping-Geburtshauses erläutert (Foto unten). |
![]() Der Chronist (links) erklärt anhand einer Karte den Weg nach Kerpen (Montage aus zwei Einzelfotos von Michael Pingen) |
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| Busse aus
Südeuropa (Foto oben links) bringen weitere Pilger ins Dorf
(Foto oben rechts), die entlang der Autostraße nach Kerpen
ziehen. |
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Spontan entschlossen wir uns, in Eigeninitiative einen schöneren und sichereren Wanderweg von der Ortsgrenze Blatzheim/Bergerhausen bis nach Kerpen zu markieren (Foto links). Mit PC und Drucker waren die Wegweiser mit dem WJT-Emblem, Richtungspfeilen und dem Text "By footstep or bicycle to the Marienfeld" schnell hergestellt. Per Fahrrad machten wir uns damit auf den Weg Richtung Marienfeld. |
| Am Aussichtspunkt Mödrath
trafen wir zu unserer Überraschung am Mittag nicht mehr Besucher
an als an einem ganz normalen Samstag (Foto rechts). Vom Aussichtspunkt aus hat meinen einen guten Überblick über das gesamte Veranstaltungsgelände (Foto unten). |
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An den acht Eingangstoren haben nur registrierte Pilger Zutritt. Aber auch spontane Tagesbesuche sind möglich. Aus allen Richtungen strömen die internationalen Pilger auf das Marienfeld. Auf dem Foto links passiert gerade eine Gruppe aus Pakistan Tor 7. Sind die Pilger erst einmal am Ziel angekommen, finden sie auf den großen Tafeln dann endlich großformatige Karten mit den Fußwegen zum Marienfeld.... |
| Als wir zurück nach Bergerhausen kamen, kam uns eine Fahrradpilgergruppe aus Zülpich entgegen, (Foto rechts) die unseren selbstgebastelteten Wegweisern erfolgreich gefolgt war. |
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![]() (Foto: Benjamin) |
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Hier noch einige fotografische Impressionen
vom Marienfeld: |
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| Foto ganz oben:
Holländerin aus Curacao Foto oben: Pilgerlager |
Pilgerin
aus Korea (Fotos: Michael Preuschoff) |
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| Sonntag 21. August 2005 | |
| Heute
Vormittag findet auf dem Marienfeld der Abschlussgottesdienst
mit dem Papst statt. Interessenten aus der Region sind zu Fuss
oder mit dem Fahrrad in Richtung Kerpen unterwegs. Ein paar
Wanderer kamen bereits um 8 Uhr zurück. Von Passanten darauf
angesproche, dass sie in der falschen Richtung unterwegs seinen,
antworteten sie, dass sie
um 3 Uhr in der Nacht in Nörvenich aufgebrochen seien, nur um einen Blick auf den
Verannstaltungsort zu werfen. Wir konnten durch eigenen Augenschein und zahlreiche Medienberichterstattungen eine gut organisierte und hervorragend inszenierte Veranstaltung erleben. Die Begegnung mit heiteren, freundlichen Menschen, auch hier in unserer Gemeinde, war beeindruckend. Die jungen Christen legten nicht nur Zeugnis für ihren Glauben ab, sondern bewiesen einmal mehr einer zunehmend humanistisch geprägten Weltöffentlichkeit, dass Massenveranstaltungen nicht zwangsläufig problembehaftet sein müssen. Vom Fernsehmoderator auf ihre Erfahrungen im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen vom Fußball bis zu Popkonzerten befragt, stellte Claudia Kaminski, Ärztin des Malteserhilfsdienstes, lachend fest: "Es gibt einen Riesen-Unterschied. Wir haben zum Beispiel jahrelang auch die Loveparade betreut und es ist überhaupt kein Vergleich. Also das was wir hier erlebt haben an Fröhlichkeit, an Spontaneität, an Jubel, an Freude ist eigentlich unvergleichlich. Und natürlich eben nicht das Problem mit Rauschmitteln, Drogen, Alkohol sondern wirklich eigentlich nur eine friedliche, jubelnde Masse, die ihren heiligen Vater feiert." Kurz nach der Aussegnung auf dem Marienfeld gegen 13 Uhr, und
somit dem offiziellen Ende des XX. Weltjugendtages, durchfuhren
viele der auf 900.000 bis eine Million geschätzten Besucher und Akteure
wieder unser Dorf. Während die Reisebusse und eine Kolonne von
THW-Fahrzeugen sich in Richtung Kerpen bewegten, kamen von dort
zuerst die Zaungäste aus der Region mit ihren Fahrrädern, dann
Taxen, Versorgungslastwagen und Busse. |
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Ab 15 Uhr folgten erste
Fahrradpilgergruppen und dann wieder Fußgruppen (wobei die
meisten jetzt den Weg entlang des Neffelbachs nutzten).
Foto links: 15.35 Uhr - italienischen Pilger, die gestern ihre Autos in Bergerhausen abgestellt hatten. |
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| Viele der jungen Leute in den
überaus zahlreich durchfahrenden Bussen
hatten sich schon in Schlafposition begeben, Ergebnis eines
langen und anstrengenden Veranstaltungsmarathons. Diejenigen, die über unsere Dorfstraße abreisen, kommen immerhin noch gut weg. Die Autobahn bei Buir ist schnell erreicht. Die Wallfahrer, die von der südlich verlaufenden Umgehungsstraße starten (Foto unten links), werden dagegen auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Einer der weit vorne beim Kieswerk Nowotnik in Blatzheim stehenden Busfahrer hatte sein langes Gefährt auf dafür doch etwas zu schmalen Bundesstraße wenden wollen, geriet dabei in die vom Regen der vergangenen Tage aufgeweichten Böschung (Foto unten rechts) und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Damit lief auf dieser Strecke für lange Zeit nichts mehr.... |
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| Fotos: Michael Dünnwald | |
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Alle Fotos auf dieser Seite (falls nicht anders angegeben): Franz-Peter Dohmen |
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