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Freitag, 6. Juni 2003Der Polterabend (siehe vorherige Seite) ist überstanden, der imposante Schuttberg abtransportiert. Heute sind Michael Grass und Karin Esser in Blatzheim vor den Traualtar getreten. Da der Hof Grass u. a. Kartoffeln anbaut, verglich ein Gratulant die Ehe mit einer Kartoffel: "Von außen betrachtet eher unscheinbar und mit dem Dreck der Umgebung behaftet, aber unter der Schale saftig und golden, bei richtiger Zubereitung äußerst köstlich. Ja, je schlichter die Zubereitung, desto köstlicher der Eigengeschmack. Genau so sollte auch eine gelungene Ehe sein. Dass das gelingt, wünschen wir euch von Herzen." |
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Mitte Juni 2003 |
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Aufbau und Niedergang - |
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Der alte Baumbestand des Park dezimiert sich immer mehr. Eine Windböe während eines Gewitters riss wieder einmal einen Baum um und hundert Meter weiter einen Teil der Baumkrone ab. |
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Sonntag, 22. Juni 2003 Kurz vor Mitternacht musste die Feuerwehr zu einem Kaminbrand in der Dürener Straße 67 ausrücken. Am selben Haus sowie dem Nachbarhaus Nr. 65 ("Erftlandhäuser") finden zur Zeit Renovierungsarbeiten statt. Deshalb sieht man an den Häusern ein Baugerüst.1 |
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Sonntag, 20. Juli 2003 Auch in diesem Jahr feierte die Katholische Kirchengemeinde Blatzheim unter der Leitung von Pfarrer Georg Neuhöfer am Dorsfelder Kreuz eine "Feldmesse" unter freiem Himmel. Für die Messdiener bedeutete die Messe der Abschluss ihres Ausflugs vom Vortag. Nach dem Bibelmuseum und einem Besuch im Freibad wurde in Dorsfeld gezeltet. Im Anschluss an die Messe lud der Pfarrgemeinderat alle Teilnehmer zu kühlen Getränken ein. (Quelle/Foto: Klaus Ripp, www.kerpen-blatzheim.de) |
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Ortsvorsteher Klaus Ripp mahnte bei der Stadt Kerpen die Einhaltung der Auflagen zur Bepflanzung der Erdwälle rund um die neue Kiesgrube an der K39 zwischen Dorsfeld und Geilrath an: "Dort sprießen statt Bäumen und Sträuchern zur Zeit nur Unkräuter. Durch den Samenflug sind auch die benachbarten Ackerflächen und insbesondere die städtische Aufforstungsfläche betroffen, wo sich Disteln und andere Unkräuter schon ausbreiten. Die Verwaltung soll nun prüfen, warum die Auflagen zur Bepflanzung nicht eingehalten wurden." |
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Mittlerweile ist das Linienbestimmungsverfahren für die tagebaubedingte Verlegung der B477 abgeschlossen. Demnach soll die heutige Kreisstraße K39 vom Kreisel der B477-alt, der zur Zeit in Bau ist, an Dorsfeld, Geilrath und Heppendorf vorbei Bundesstraße werden, wenn die Bagger des Tagebaus Hambachs in etwa 10 Jahren näher rücken. Bei Geilrath wird dann ein neuer Autobahnanschluss gebaut. Entgegen den vorgestellten Linienvarianten soll aber nun das offizielle Planverfahren erst ab Geilrath beginnen. Daher ist evtl. zu befürchten, dass die heutige K39 ohne Umbau einfach zur Bundesstraße hochgestuft wird. Dies ist für Ortsvorsteher Klaus Ripp nicht akzeptabel. Schon heute ist dieser Abschnitt mit der Kreuzung bei Dorsfeld ein Unfallschwerpunkt. Was soll erst werden, wenn tausende Fahrzeuge mehr pro Tag diese Strecke benutzen? Auch die Anlage eines Radweges ist hier dringend erforderlich. Daher soll die gesamte Strecke im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens überarbeitet werden. |
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August 2003 |
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Bergerhausen aus der Sicht eines Ultraleichtfliegers |
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Foto: Klaus Sagel, Manheim |
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Freitag, 29. August 2003 Als eine der ersten Frauen in der Umgebung machte Josefine Stupp von Gut Onnau Anfang der 30er Jahre ihren Führerschein. In den 60er Jahren kannte jedes Kind "Stupps Finchen" und ihren sportlichen Karmann Ghia. 1990 gab sie ihren Führerschein ab, da war sie bereits 87 Jahre alt. Seit zwei Jahren lebt sie im AWO-Seniorenheim Kenten. Dort konnte sie heute ihren 100. Geburtstag feiern, ein Ereignis, dass in der Presse gebührend gewürdigt wurde. Dabei wurde auch eine der Lebensweisheiten der lebensfrohen alten Dame erwähnt: "Man muss mit den Pferden arbeiten, die man hat." |
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Samstag, 30. August 2003 |
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In der Pfarrkirche St. Gereon in Vettweiß-Gladbach gaben sich heute Kerstin Dieckmann, Tochter von Heiner Dieckmann und Renate, geb. Weiers von Gut Gürtzenich, und Mario Köhl das Ja-Wort. |
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Donnerstag, 11. September bis Sonntag, 14. September 2003 |
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Weniger die Liebe zum Tier als die Freude an Selbstdarstellung, bedingungslosem Gehorsam und (Tier-)Rassismus wird man so manchem der zahlreichen Teilnehmern einer Großveranstaltung unterstellen können, die der "Klub Kurzhaar Rheinland eV 1904" in diesen Tagen rund um Schloss Bergerhausen veranstaltet hat. Aus den Zulassungsbedingungen: "Hunde, bei denen auf vorausgegangenen Prüfungen Schussempfindlichkeiten oder andere Wesensschwächen festgestellt wurden und Hunde mit zuchtausschließenden Fehlern können nicht zugelassen werden." |
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Für die Menschen am anderen Ende der Leinen gibt es offenbar keine teilnahmeausschließenden Regeln, wie sonst hätte der Chronist beobachten können, dass man ungeniert in der Dorföffentlichkeit urinierte, den "Offroader" mitten auf dem Neffelbachrandweg parkte oder sein Tier an einem mit Stahldornen besetzten Halsband ausführte. Eine Woche vor Beginn der Veranstaltung wurden die unbefestigten Wege rund um das Schloss mit einer Decke aus rotem Granulat saniert. (Foto rechts vom 17.09.2003) |
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Freitag, 12. September 2003 Einen Liebhaber fand offenbar das Bergerhausen-Ortsschild gegenüber Haus Gürzenich. Ortsvorsteher Klaus Ripp schreibt dazu auf seiner Webseite: "Mit der Ersatzbeschaffung wird es wahrscheinlich noch etwas dauern, da beim neuen Schild direkt der neue Kreisname "Rhein-Erft-Kreis" aufgedruckt sein soll. Hierzu muss aber noch die Genehmigung der Kreisumbenennung abgewartet werden." |
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Freitag, 26. September 2003 Der aus Mödrath stammende und seit einigen Jahren in "Wasserburg 3" wohnende Pflegedienstleiter Klaus Vogel trat heute mit Simone Kruse in Kerpen vor den Standesbeamten und in der Schlosskapelle Bergerhausen vor den Traualtar. Simone Kruse-Vogel stammt vom Niederrhein und arbeitet als Direktionsassistentin sowie Übersetzerin bei Toyota Deutschland. Gefeiert wird eine Woche später im fast ständig ausgebuchten Schloss Bergerhausen. (Foto aus der Danksagungskarte der Brautleute) |
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Montag, 29. September 2003 Heute verstarb die am 10. Januar 1921 in Dübzow/Pommern geborene
Charlotte Horst, geb. Stuhlträger, aus der Alte Straße
10.2 (Foto vom 2.11.1997, zur Verfügung gestellt von Klaus Horst) |
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Dienstag, 30. September 2003 |
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Kurz vor dem Abschluss stehen die Restaurierungsarbeiten am Parktor. Schüler und Mitarbeiter des Ausbildungszentrums der Bauindustrie in Kerpen haben das im November letzten Jahres abgetragene Gemäuer im Auftrag der Stadt Kerpen unentgeltlich im Rahmen eines Ausbildungsprojektes wieder aufgebaut. |
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Platzhalter für ein Foto aus der Zeit vor
1966, |
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Wie man auf dem vorstehenden Fotos aus dem Jahre 1999 sieht, war der alte Mörtel locker und brüchig geworden. Zudem hatte Pflanzenbewuchs dem Mauerwerk zugesetzt. Der Niedergang des aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden und inzwischen unter Denkamlschutz stehenden Tors ("Anlagspörtzche") begann mit dem Ausbau der dort vorbeiführenden Bundesstraße im Jahre 1966/67. Damals war das Niveau der Straße und des angrenzenden Bürgersteigs an dieser Stelle um fast einen halben Meter angehoben worden. Das dicht am Bürgersteig stehende Tor lag entsprechend tiefer. Das alte schmiedeeiserne Tor passte nun nicht mehr und musste ebenso wie die metallene Seitentür ausgehängt werden. Nachdem Spaziergänger sich immer wieder den Kopf an der Übermauerung der Seitentür angestoßen hatten, wurde diese abgeschlagen. Bedauerlicherweise hat man sich beim Wiederaufbau an den vorgefundenen Gegebenheiten orientiert, anstatt das Tor auf dem nunmehr erhöhten Bodenniveau in seiner ursprünglichen Höhe wiederherzustellen. Der Neubau erfolgte somit ohne die ursprünglich enthaltene Seitentür. Immerhin wurden die Angeln des schmiedeeisernen Torelements so angebracht, dass eine Neuanfertigung nach dem Vorbild des alten Eisentores eingesetzt werden konnte. |
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Freitag, 31. Oktober 2003 Das zutiefst heidnische Halloween-Fest hat sich leider auch hierzulande etabliert. Die Geschäftswelt erzielt damit inzwischen Einnahmen wie etwa zum Osterfest. Bereits im dritten Jahr gehen am 31. Oktober auch in Bergerhausen Kinder von Haus zu Haus und terrorisieren ihre Mitmenschen nach schlechtem US-amerikanischem Vorbild mit der ultimativen Aufforderung "Süßes oder Saures". Foto rechts: Originell und auch nicht fordernd - Annika van der Breggen mit ihrer Freundin Kerstin Oepen und ihren gespenstisch verkleideten Zwergponys. |
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Samstag, 1. November 2003 Die christliche, zu unserer Region gehörige Variante des von Haus-zu-Haus-gehens: Zur Vorbereitung des Martinstages am 11. November ziehen Kinder der Grundschule Blatzheim mit ihren Eltern seit dreizehn Jahren in unserem Dorf von Haus zu Haus und nehmen Bestellungen für Martinswecken entgegen, die mit einem kleinen Gewinn verkauft werden. Der Erlös wird dem "Friedensdorf International" übergeben, das schwer verletzte Kinder aus Krisengebieten zur medizinischen Versorgung nach Deutschland holt |
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Seit heute liegt Bergerhausen offiziell nicht mehr im Erftkreis, sondern im "Rhein-Erft-Kreis". Die Namensänderung geht zurück auf eine Idee des amtierenden Landrats Werner Stump, der sich von dem Hinweis auf den bei Wesseling den Erftkreis berührenden Strom einen besseren Bekanntheitseffekt für den im Schatten der Domstadt Köln liegenden Kreis verspricht: "Der Rhein ist weltbekannt und bietet einen hohen positiven Werbeeffekt. Der Rhein stellt sich jedoch nicht nur als gut vermarktbare Touristenattraktion dar, sondern dient in ausgezeichneter Weise dazu, den Wirtschaftsstandort Rhein-Erft-Kreis geografisch zu positionieren." |
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Samstag, 6. Dezember 2003 |
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Die älteren Bergerhausener nannten ihn "Barthels Wellemche", wohl nach seinem Vater, der mit Vornamen Barthel (Bartholomäus) hieß. Der Vorname macht den Unterschied, wenn der Nachname die Person nur unzureichend bezeichnen kann; denn "Senior" hießen im vorigen Jahrhundert viele in Bergerhausen. Auch Willi Senior, von dem hier die Rede ist, war Vater von immerhin zwei Söhnen und fünf Töchtern. Obwohl die Familie immer noch stark in unserem Dorf und in den Nachbarorten vertreten ist, ist der Name Senior inzwischen seltener geworden in Bergerhausen. Seit heute gibt es wieder einen Senior weniger, denn Willi Senior aus der Dürener Straße 51 ist verstorben. Sein Leben begann am 4. Februar 1931, heute ging es zu Ende. Neben seinen sieben Kindern trauern zahlreiche Enkel und Urenkel um ihn. |
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Sonntag, 14. Dezember 2003 Am 25. April 1920 wurde er in Bergerhausen geboren. In seinen besseren Tagen war er Bäcker aus Leidenschaft. In seinen schlechteren Tagen musste er in den Krieg, wie die meisten seiner Generation. Der Krieg nahm ihm den Glauben an die Herrschenden. Und er nahm ihm seine Gesundheit. Zuletzt zwangen ihn seine zahlreichen Verwundungen in den Rollstuhl. Aus dieser Position heraus war er das Zentrum einer Familie, die - eher eine Seltenheit heute - noch mit drei Generationen unter einem Dach lebt. Sein Leben währte weit über 83 Jahre - bis heute. Einer unserer ältesten Mitbürger ist verstorben. |
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Mittwoch, 17.12.2003 |
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(Panoramabildmontage) |
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(Fotos: 17.12.2003, Elvira Dohmen) |
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Ende voriger Woche wurden die Wirtschaftsgebäude mit neuen Toren versehen und seit gestern morgen werden auf dem Burghof Buden, Zelt und Bühne für den bevorstehenden Weihnachtsmarkt der Stadt Kerpen aufgebaut. |
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Weihnachtsmarkt 2003: Fortsetzung |
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1Vgl. Foto zum Text, das freundlicherweise von Klaus Vogel zur Verfügung gestellt worden ist.
2Vgl. Kondulenzanzeige der Familie Horst