28. Juni 1971Aufgrund einer über das Straßenverkehrsamt von der Kreispolizei an die Gemeinde heran getragenen Anregung soll die Kreisstraße 17 von der Einmündung der Gemeindestraße nach Bergerhausen beim Forsthaus Bergerbusch mit Verkehrszeichen 250 mit dem Zusatz ausgenommen Anwohner, deren Besucher und Feldbesteller gesperrt werden, weil sie auf einer Länge von 1,5 Kilometer den Flugplatz tangiert und die Einflugschneise kreuzt. Auf diesem Straßenstück halten sich bei gutem Wetter viele Schaulustige auf, um sich die Starts und Landungen der Flugzeuge anzusehen. Da die Maschinen bei der Landung in nur circa 10 bis 20 Meter Höhe über die Zuschauer hinweg fliegen, wird eine akute Gefährdung des Flugverkehrs und der Zuschauer angenommen. Erfolglos hat man versucht, die Kraftfahrzeuge durch das Aufstellen von Halteverbotsschildern fernzuhalten, da die Zuschauer ihre Fahrzeuge einfach außerhalb der Straße auf Feldwegen abstellten. Der Gemeinderat beschließt einstimmig: Die Kreisstraße 17 muß in jedem Falle für den Fahrzeugverkehr weiter voll zur Verfügung stehen, weil es die einzig vertretbare und nahe Verbindung zweier Nachbarorte, nämlich Blatzheim und Wissersheim, ist. Es müssen andere Maßnahmen getroffen werden um den Aufenthalt von Fußgängern und Schaulustigen in der Zone der Einflugschneise zu verhindern, da dies durch die vorgeschlagene Sperrung nach Schild 250 auch nicht gewährleistet ist.1
Juli/August 1971 Die Burgstraße in Bergerhausen sowie der Weg nach Onnau werden instandgesetzt. Wie unkompliziert dies in jenen Tagen vonstatten geht, kann man einer Niederschrift über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 24. August 1971 entnehmen: Da beide Straßen sich in einem sehr schlechten Zustand befinden, und die Gemeindearbeiter nicht dazu in der Lage waren, diese Wegeflächen mit einer Oberflächenbehandlung zu versehen, hat das Bauamt im Einvernehmen mit dem Bürgermeister die Fa. Walkowiak hiermit beauftragt. Der Haupt- und Finanzausschuß erklärt sich mit dieser Maßnahme einverstanden.
21. September 1971 Die Gemeindevertretung beschließt den Verkauf von 4 Morgen aus dem Gemeindebesitz bei Dorsfeld als Gewerbeland an die Firma Franz Braun Transporte und Baustoffe, Manheim.2
18. November 1971 Auch die Rheinischen Baustoffwerke GmbH (Weber-Kies) aus Übach-Palenberg, ist am Erwerb einer großen Gemeindeparzelle interessiert. Geplant ist die Errichtung eines Kalksandsteinwerks, einer Betonmischanlage oder eines Kieswerks. Bauland ist in der Gemeinde Blatzheim Mangelware. Nicht, dass man Interesse daran hätte, einfach nur größer zu werden; das Problem ist, dass die jungen Ortsansässigen nur unter Schwierigkeiten den Traum vom Eigenheim in ihrem Dorf realisieren können. Eine als Bauland in Frage kommende Fläche schließt sich an die Hubertussiedlung in Richtung auf Bergerhausen zu an. Bürgermeister Dohmen regt deshalb in der heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an, die dem Gymnasial- und Stiftungsfonds gehörende Parzelle zwischen Blatzheim und Bergerhausen zu kaufen oder gegen Land auf der Heide zu tauschen.3
7. März 1972 Die Bundesbahn ist bereit, das Gelände der ehemaligen Bahnstrecke vom Tescheweg bei Bergerhausen bis zur B 264 am westlichen Ortsausgang von Blatzheim zu verkaufen.4 Seit einigen Monaten finden Verhandlungen über den Kaufpreis statt, den die Bahn zuletzt mit 510.000 Mark beziffert hat. Die Gemeinde ist nicht bereit, auf diese Forderung einzugehen. Sie will deshalb kaufinteressierten Bürgern anheimstellen, in Einzelverhandlungen mit der Bahn zu treten. Das brachliegende Bahngelände ist inzwischen verwildert und mit Unrat übersät. Der Gemeinde Blatzheim liegt ein Antrag vor, in dem die Dorsfelder Landwirte Jung und Bulig-Spieß vorschlagen, den Weg, der von ihren Höfen in südlicher Richtung bis zum ehemaligen Bahngelände zwischen Bergerhausen und Blatzheim führt, bis zur Bundesstraße weiter zu führen. Hermann Hoch erwirbt von der Gemeinde den vor seinem Grundstück zur Bahnstraße hin gelegenen, zwei Meter breiten Grabenstreifen. Die Gebrüder Stollenwerk haben gegenüber der Gemeinde die Absicht bekundet, auf dem nördlich des Vogelsruther Wegs in Blatzheim gelegenen Flurstücks Nr. 45 eine Lagerhalle zu errichten.5
8. März 1972 Die Gebrüder Stollenwerk beziehen inzwischen 60 % ihrer Gewinne aus ihren nichtlandwirtschaftlichen Unternehmungen.6
30. Mai 1972 Im Zusammenhang mit dem Neubau eines Hauses am Ende der Bahnstraße beschließt der Gemeinderat die Verlegung eines Kanalanschlusses. Auf seinen Antrag vom 28. März zur pachtweisen Überlassung eines Grundstücks zur Gründung einer Pelztierfarm, wird Hans Düsselmann aus Blatzheim zwei Drittel der Fläche des Dreiecks des alten Kiesgrubengeländes am Dorsfelder Weg angeboten. Das restliche Drittel, die Spitze des Grundstücks, soll gemeindeseitig als Grünanlage hergestellt werden.7 |
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18. Juni bis 2. Juli 1972 Anläßlich seines 15jährigen Bestehens, richtet der SC Bergerhausen auf dem Blatzheimer Sportplatz ein Fußballturnier aus. Mit dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse wuchs in der Region das Interesse an dem Verein, dessen Spieler bis dahin vorwiegend aus Langenich, Bergerhausen und Blatzheim kamen, so dass der Verein bereits für die Saison 1970/1971 eine zweite Mannschaft anmelden konnte.8 |
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Juli 1972 Das Amt Kerpen erteilt den Planungsauftrag für den Bebauungsplan Nr. 9 der Gemeinde Blatzheim, Flur 4 Nr. 214, gelegen zwischen Blatzheim und Bergerhausen (neben der Aral-Tankstelle Leo Schiffer).9
21. September 1972 Die Vorschlagsliste zur Wahl der Schöffen und Geschworenen für die neue Amtszeit vom 1.1.1973 bis 31.12.1974 enthält aus unserem Bereich folgende Personen:
Cremer,
Bernhard, Arbeiter, geb. 14.3.1913 in Nörvenich, wohnhaft
Bergerhausen, Hauptstraße 73 Johann Färber, geb. 28.4.1893, Clemenshöfe, wird für eine weitere Amtszeit als Schiedsmann wiedergewählt. Der Flächennutzungsplan wird für den Teilbereich der Blatzheimer Heide, der begrenzt wird durch die geplante Kreisstraße, Hubertusfließ und Gemeindegrenze Kerpen, geändert von Fläche für die Landwirtschaft in Gewerbegebiet. Immer wieder wird in jenen Tagen Interesse von kiesverwertenden Betrieben am Gebiet Auf der Heide bekundet. Derzeit letzter Interessent ist das Unternehmen Strabag, das zwischen der geplanten Kreisstraße und dem Kerpener Wald einen eigenständigen Betrieb zur Produktion von Fertighäusern errichten will. Dort sollen kurzfristig 250, langfristig sogar 800 bis 1000 Arbeitsplätze entstehen.10
21. Oktober 1972 Das Ehepaar Heinrich Bremer feiert das Fest der Goldenen Hochzeit.11
15. November 1972 Der Dorsfelder Landwirt Wilhelm Dickmann hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben und an seinen Sohn Matthias Josef übertragen.12
1973 Johannes Stupp überträgt Hof Onnau an seine Tochter Karoline, verheiratete Lüpschen.13 |
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Johann Bremer verstirbt. Sein Speditionsgewerbe wird bald darauf eingestellt.14 Ebenfalls im Februar verstirbt ein langjähriger Fahrer der Spedition, Matthias Brandt, sowie Peter Zaudig.
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März 1973 Bereits im Januar vergangenen Jahres lag dem Gemeinderat ein Antrag des Dorsfelder Kiesgrubenbesitzer Josef Kelleners zur Korrektur des Wegenetzes vor. Er schlug die Einziehung eines kaum benutzten Feldweges vor, damit er den Kiesgrubenbetrieb auf diesen Bereich ausdehnen kann.15 Einige Dorsfelder Landwirte hatten dagegen Widerspruch eingelegt. Anläßlich einer Ortsbesichtigung durch den Haupt- und Finanzausschuss wird heute festgestellt, dass die Widersprüche zurückgewiesen werden sollen, weil durch das Einziehen des Weges keine Benachteiligung anderer eintritt. Der Weg soll aber erst dann gesperrt werden, wenn ein von Josef Kelleners an seinem Parzellenrand und entlang der Parzelle des Landwirts Willi Weingarten zu schaffender Ersatzweg fertiggestellt und amtlich abgenommen ist.16
Mai 1973 Die Gebrüder Stollenwerk beabsichtigen den Bau eines Mehrfamilienhauses am Buschweg, neben dem Sportplatz in Blatzheim.
1. Juni 1973 Im Zusammenhang mit Plänen zur Erweiterung des Friedhofs, wird heute ein Grundstückstausch der Gemeinde mit dem Landwirt Noe notariell beurkundet. Nun ist die Gemeinde noch am Erwerb einer weiteren am Friedhof gelegenen Parzelle interessiert, einer wetslich gelegenen Weide, die der Familie Heinz Adams gehört.17
Juli 1973 Von nun an wird Schloss Bergerhausen nur noch von zwei Lebewesen bewohnt: dem 44jährigen Clemens Freiherr von Loë und seinem 10jährigen Rüden Arras, einer Mischung aus Münsterländer und Irish Setter. Die alten Herrschaften, Freiherr Walter und Freifrau Paula, sind aus gesundheitlichen Gründen in ein kleines Eigenheim an den Niederrhein gezogen. Freiherr Clemens bewohnt nur noch 5 der 30 Räume. Der Agraringenieur bewirtschaftet noch 90 Hektar Land, ist Mitglied des Gemeinderates und bekleidet weitere Ämter in verschiedenen berufsständischen Gremien.18
6. August 1973 Amtsdirektor Franz Schweren berichtete heute dem Gemeinderat über Gespräche mit dem Städtebaudezernat der Regierung über die von der Gemeinde geplanten Änderungen und Ergänzungen des Flächennutzungsplans. Dabei wurde festgestellt, dass die Vorstellungen der Gemeinde zum Teil im Gegensatz zur Landesplanung stehen. So wird etwa eine Gewerbegebietsausweisung Auf der Heide für ausgeschlossen gehalten. Zustimmung fand indes unter anderem die Erweiterung des Gewerbegebietes östlich der B 477. Der Burgweg in Bergerhausen ist ausbesserungsbedürftig und soll mit einem AFB-Belag versehen werden.19 |
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Mittwoch, 17. Oktober 1973 Der jetzt in Blatzheim wohnende, in Bergerhausen geborene Peter Jülich (72) feiert mit seiner Frau Magdalena Schneppenheim (72) das Fest der Goldenen Hochzeit. Peter Jülich arbeitete nach der Schulzeit neun Jahre bei der Reichsbahn als Schaffner. Anschließend war er 41 Jahre bei Rheinbraun in Wachtberg beschäftigt.20
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November 1973 Heinrich Weiers hatte beantragt, die auf der nördlichen Seite der Bundesstraße 264 am Ortsausgang von Bergerhausen gelegenen Ackerparzelle (Flur 38 Nr. 13) als Bauland auszuweisen. Da zur Zeit keine Aussicht auf Genehmigung durch die Bezirksplanungsstelle besteht, empfiehlt der Gemeinderat, den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt zu erneuern. Die Gemeindevertretung beschließt die Neuverpachtung der Gemeindeländereien auf der Heide ab der Ernte 1974. Die Pachtdauer soll neun Jahre betragen und die Verträge im Frühjahr 1974 abgeschlossen werden. Es soll auch ein Grundstückstausch mit den Gebrüdern Stollenwerk vorgenommen werden, wonach die Parzellen auf der Heide (Pachtplan 5, 6 und 7) an Stollenwerk übergehen. Stollenwerk überträgt dafür der Gemeinde gleich große Flächen in Ortsnähe. Insoweit müssen die Pächter der genannten Parzellen auf die Tauschgrundstücke überwechseln.21 Die Rheinischen Tonwerke haben ein 1967 von der Gemeinde erworbenes Industriegrundstück, Auf der Heide, Flur 35 Nr. 59 in einer Größe von 2.54.13 Hektar zum Rückkauf angeboten, da das geplante Bauvorhaben nicht durchgeführt werden kann.22 Dem von der Firma Kalsiton GmbH, Duisburg, auf der Heide errichteten Kieswerk wurde vom Kreis zur Auflage gemacht, die Kreisstraße 15 im Bereich der Werksausfahrt beiderseitig aufzuweiten. Dazu erhält sie 267 Quadratmeter Land aus den gemeindeeigenen Parzellen. Auf der
Heide stehen zu dieser Zeit - und zwar einschließlich der
Plan-Nummern 5 bis 7 - für die Neuverpachtung nur noch 52.82.84
Hektar zur Verfügung, das sind 12 Hektar weniger als bisher. In
den letzten Jahren sind Parzellen für die Kiesgrubenausbeutung
in Anspruch genommen und andere verkauft worden. Da aber einige
Pächter inzwischen ihren landwirtschaftlichen Betrieb aufgegeben
haben, kommen die übrigen Pächter bei der Neuverplanung
wieder zum Zuge. Das Amt Kerpen hat dazu einen vom Haupt- und
Finanzausschuss gemeinsam mit dem Ortslandwirt Clemens Freiherr von
Loë einen Verpachtungsplan ausgearbeitet:23 |
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Pächter |
Plan
Nr. |
Größe
(ha) |
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November 1973 Die Wehrbereichsverwaltung III setzt die Gemeinde Blatzheim davon in Kenntnis, dass im Gemeindegebiet ohne Zustimmung der militärischen Luftfahrtbehörde nur eine Bebauung bis 124,59 Meiter über NN zugelassen ist. Der Gemeinderat stellt fest, dass diese Höhe in der Gemeinde nicht überschritten wird.24
18. Dezember 1973 Die Gemeindevertretung gibt eine Erweiterung der Friedhofsmauer sowie die Herstellung eines Parkplatzes und eines Bürgersteigs vor dem neuen Friedhofsteil in Auftrag.25
28. Februar 1974 Im Zusammenhang mit Ausweisung neuer Baugebiete im Flächennutzungsplan hat das Wasserwirtschaftsamt Bonn in einem Schreiben vom 4.12.1973 unter anderem darauf hingewiesen, dass die Kläranlage schon jetzt überlastet ist und ein Anschluss von weiteren Baugebieten vor einer Erweiterung der Kläranlage nicht zu vertreten ist. Der Rat der Gemeinde Blatzheim stellt dazu fest, dass die derzeitige Überlastung der Kläranlage allein durch die Abwässer der Firma Stollenwerk entstanden ist. Die Abwassermenge entspreche einem Einwohnergleichwert für 3.000 Menschen. Eine eigene Kläranlage auf dem Betriebsgelände des Unternehmens wird für notwendig gehalten und befindet sich auch bereits in Planung. Die Firma Stollenwerk beabsichtigt, ihren Betrieb aus der Wohnlage Blatzheim heraus zu verlagern und hat hierfür als Standort eine Fläche aus der gemeindeeigenen Heide zwischen Dorsfeld und Geilrath neben der Kiesaufbereitungsanlage Kalsiton in Aussicht genommen. Für eine Baugenehmigung an dieser Stelle bedarf es einer Ausnahmegenehmigung seitens der Regierung. Für den Fall, dass die Firma Stollenwerk einen solchen Antrag stellt, erklärt die Gemeindevertretung heute vorab ihr Einverständnis zu dieser Genehmigung.26
9. April 1974 Zum Vorschlag des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen zur Neugliederung des Kölner Raumes git der Rat der Gemeinde Blatzheim heute einstimmig folgende Erklärung ab: Der Rat der Gemeinde Blatzheim erklärt sich einstimmig mit dem im Neugliederungsvorschlag des Innenministers NW vorgesehenen Zusammenschluß der Gemeinde Blatzheim mit der Stadt Kerpen einverstanden. Dazu genehmigt der Rat einstimmig den Abschluss eines Gebietsänderungsvertrags. Die neue Stadt soll die bisherige Stadt Kerpen, die Gemeinden Blatzheim, Horrem, Manheim, Mödrath, Sindorf, und Türnich sowie den Ortsteil Heppendorf der Gemeinde Elsdorf umfassen.27
Mai 1974 Zwischen Bergerhausen und Langenich entsteht zur Zeit eine neue Straße, die von der B 264 in Richtung Hubertusbusch und an dem darin erbauten Kasernengelände vorbeiführt und eine Anbindung an die zur Autobahn führenden Erfttalstraße herbeiführt. Da diese Straße vor allem eine direktere Verbindung zwischen dem Flugplatz- und dem Kasernengelände gewährleisten soll, wird sie als Alarmstraße bezeichnet.28
28. Mai 1974 Entsprechend einer Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde hat das Habbelrather Planungsbüro Nelles und Meiser den Auftrag für einen Bebauungsplanvorschlag erhalten, der in der heutigen Gemeinderatssitzung als Bebauungsplanentwurf Nr. 9 vorgelegt und aufgestellt wird. Es handelt sich um das zwischen Blatzheim und Bergerhausen gelegene Gebiet, das Gebiet begrenzt im Norden von dem Flurstück 111 der Bundesbahn, im Osten von den Flurstücken 251 und 252, im Süden von der B 264, Haupt- und Kölner Straße und im Westen von den Flurstücken 187, 189 an der Hubertusstraße.29
18. Juli 1974 Die
Gebrüder Stollenwerk beabsichtigen den Bau einer Lagerhalle in
der Größe von 8.181 qm außerhalb der geschlossenen
Ortschaft von Blatzheim.
August 1974 Von nun
an dürfen sich die hier lebenden Menschen an ein Geräusch
gewöhnen, daß dem eines alten Lanz-Traktors nicht ganz
unähnlich ist, aber aus dem Luftraum herab dringt. Im Februar
wurde auf dem Flugplatz ein Hubschrauberkommando fest installiert.
Dieses Kommando stellt jetzt täglich einen Hubschrauber zum
Krankenhaus Marienhöhe in Würselen ab. Er muß morgens
um 7.30 Uhr in Würselen sein. Kurz vor Sonnenuntergang kehrt die
BELL UH-1D mit ihrem typischen klopfenden Motorengeräusch an
ihren Heimatplatz zurück.31 |
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aus der Festschrift
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| 7. September 1974 19.00
Uhr. Trommeln und Pfeifen erklingen im Dorf. Der Tambourcorps
Edelweiss Blatzheim hat sich an der Burg aufgestellt und zieht von
dort in einem feierlichen Festzug durch das Dorf nach Blatzheim um
sein 50jähriges Bestehen zu feiern. Schirmherr des Festes ist
Clemens Freiherr von Loë. Erster Vorsitzender des Vereins ist
(seit 19.12.1970) der aus Bergerhausen stammende Heinrich Berger. |
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Auch Tambourmajor und 2. Vorsitzender Ulrich Heinen und weitere Aktive des Vereins (z.B. Dieter Aschenbroich, Augustine Becker, Michael, Willi und Dieter Heinen, Annemarie John, Willi Schneppenheim sowie Heinrich und Klara Steinke) haben ihre persönlichen Wurzeln in Bergerhausen oder haben dort einmal gewohnt.32
15. Oktober 1974 Die Vorschlagsliste zur Wahl der Schöffen und Geschworenen für die neue Amtszeit vom 1.1.1975 bis 31.12.1976 enthält für unsere Region grundsätzlich wieder dieselben Namen, wie zwei Jahre zuvor. Ludwig Huff ist inzwischen an seinen Betriebssitz Sophienhöhe nach Niederbolheim verzogen. Brigitte Schirmer, die derzeitige Pächterin der Restauration Klosterholfen, hat bei der Gemeinde beantragt, auf dem Bürgersteig vor ihrem Lokal 6 Tische und 24 Stühle aufstellen zu dürfen. Aus Verkehrssicherheitsgründen lehnt der Gemeinderat diese Sondernutzung im Rahmen des Straßengesetzes ab. Herr Adams aus Blatzheim erhält im Tausch für seine zur Friedhofserweiterung benötigte 14.97 ar große Weide erschließungskostenfrei ein mindestens 600 qm großes Baugrundstück aus dem Gebiet des Bebauungsplans Nr. 9.33
5. November 1974 Heute
wird das sogenannte "Köln-Gesetz" erlassen, das in §7
besagt: |
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Der
letzte Blatzheimer Gemeinderat |
| 5.
Dezember 1974 Heute tritt zum letzten Mal der Rat der selbständigen Gemeinde Blatzheim zusammen. Bürgermeister Jakob Dohmen nimmt dies zum Anlass eines Rückblicks auf die Arbeit des Rates nach dem 2. Weltkrieg und drückt die Hoffnung aus, dass die Verwaltung auch nach dem 31.12.1974 bürgernah bleiben möge und die Bevölkerung zur Erreichung der öffentlichen Einrichtungen nicht allzu weite Wege zurückzulegen hat. Abschließend dankte er Rat und Verwaltung für den zum Wohl der Allgemeinheit geleisteten Einsatz und die jederzeit gute Zusammenarbeit. |
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1Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 28.6.1971 2Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 21.9.1971 3Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 18.11.1971 4Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 11.3.1971 5Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 7.3.1972 6Schreiben des Finanzamtes Bergheim vom 8.3.1973 lt. Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 17.5.1973 7Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 30.5.1972. Unter dem 20.3.1973 beschließt der Gemeinderat dann den Verkauf der 7.000 qm großen Parzelle an Hans Düsselmann.. 8vgl. Festschrift 25 Jahre SC Bergerhausen, 1982 9vgl. Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 17.5.1973 10Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 21.9.1972 11Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 21.9.1972: Da das Ehepaar die holländische Staatsangehörigkeit hat, entfällt das Geldgeschenk des Landes in Höhe von 120 DM. Die Gemeindevertretung beschließt deshalb einstimmig, vorgenannten Betrag zusätzlich von der Gemeinde zu zahlen. 12vgl. Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 17.5.1973 13Krings, Josef/Harke-Schmidt, Susanne, Höfe und Güter in Kerpen, Kerpen 1990, S. 70 14Auskunft Ulrich Dohmen sowie des Kraftfahrers Karl Imhof 24./25.12.1999 15Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 31.1.1972 16Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 15.2.1973 17vgl. Sitzungsprotokolle der Gemeindevertretung Blatzheim vom 20.3.1973 und 12.6.1973 18Schmühl, Walter, Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 225/BG 13 vom 27.9.1973 19Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 6.8.1973 20Kölnische Rundschau vom 18.10.1973 21Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 8.11.1973 22Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 21.8.1973 23Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 16.10.1973 24Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 28.2.1974 25Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 18.12.1973 26Beratungsvorlage vom 16.1.1974 und Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 28.2.1974 27Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 9.4.1974 28Protokolliert in der Niederschrift über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 10.5.1974 im Zusammenhang mit Verschmutzungen der Ortsdurchfahrt bei der Beförderung des Ausbaggerungsmaterials zur Kippe. 29Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 28.5.1974 30Sitzungsprotokoll des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Blatzheim vom 18.7.1974 31vgl. Informationsschrift des Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke, 1983, S. 59 32vgl. Festschrift 50 Jahre Tambour-Corps Edelweiss Blatzheim, 1974 33Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 15.10.1974 34 § 7 des Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln (Kölngesetz) |