Dorfchronik Bergerhausen - 1961 bis 1962


 

28. März 1961

Am 19. März 1961 wurde der Gemeinderat mit überraschend anderen Mehrheitsverhältnissen neu gewählt. Von den jetzt zwölf Ratsmitgliedern gehören nur noch zwei der SPD an, einer der FDP und neun der CDU. Im einzelnen handelt es sich um die Blatzheimer Herbert Christoffel, Edmund Schneppenheim, Peter Wallraff und Karl Wirtz (CDU), Alex Senior und Franz Volkmann (SPD) sowie Heinrich Bergerhausen (FDP), dem Bewohner einer der Clemenshöfe, Johann Färber (CDU), dem Geilrather Peter Wilkens (CDU) sowie den Bergerhausenern Jakob Dohmen, Walter Freiherr von Loë und Reiner Röder (CDU). Jakob Dohmen wird in seinem Amt als Bürgermeister mit zehn zu zwei Stimmen bestätigt. Stellvertretender Bürgermeister wird mit dem gleichen Stimmenverhältnis Johann Färber.1


14. April 1961

Jakob Dohmen, Johann Färber, Edmund Schneppenheim, Franz Volkmann und Peter Wilkens werden in die Amtsvertretung Kerpen gewählt.2


12. Mai 1961

Der Gemeinderat hatte hinsichtlich des geplanten Ausbaus des Gehweges zwischen Bergerhausen und Blatzheim zu entscheiden, welche der beiden Straßenseiten ausgebaut werden soll. Er beschließt in der heutigen Sitzung, den Gehweg auf der Südseite der Bundesstraße von der Ortslage Blatzheim her bis mindestens zum Friedhofseingang in Schwarzdecke ausbauen zu lassen. Für den Ausbau der Südseite spricht, dass hier vor Jahren – wohl 1956 – bereits Kanal, Straßenrinne und Hochbordstein gelegt worden sind. Jetzt komme es darauf an, dass die Fußgänger Zwischen Blatzheim und Bergerhausen auch bei Regenwetter trockenen Fußes gehen können sollen. 3 Wo dies möglich ist, soll der Gehweg in einer Breite von zwei Meter angelegt werden. Soweit die verfügbaren Mittel von rund 18.000 Mark dies zulassen, soll der Gehweg bis zur Hubertussiedlung ausgebaut werden.4

 

13. Juni 1961

Christian Grass verpachtet der Gemeinde die von ihm gepachtete Wiese gegenüber der Tankstelle Bremer für jährlich 100 DM. Der Gemeinderat beschließt, die Wiese mit einem Maschendrahtzaun einzufrieden und zwei Sandkästen sowie einige Ruhebänke aufzustellen. Ein Schild soll das Gelände als Spielplatz für Kinder unter 14 Jahren ausweisen und darauf hinweisen, dass das Fußballspielen dort verboten ist.5


1961

Auf dem Flugplatz werden zwei SAR („Search and Rescue“-)Hubschrauber stationiert6, die in der Folgezeit auch bei schwereren Verkehrsunfällen in der Umgebung zum Einsatz kommen werden.

August 1961

Degenhard Freiherr von Loë heiratet eine Tochter des finnischen Botschafters in Brüssel und bezieht mit ihr den alten Familiensitz derer von Loë in Mheer/Limburg.8



29. August 1961

Georg Blume, der Verwalter des Burghofes, beantragt die Genehmigung zur Bebauung eines Grundstücks zwischen Neffelbach und Krümmelshof. Obwohl die Fläche im Leitplan der Gemeinde als „öffentliches Grün“ ausgewiesen, will man die Bebauung unter bestimmten Bedingungen ermöglichen.9


Der Krümmelshof - Das Foto befindet sich im Besitz der Familie Fischer

Am oberen Bildrand sehen wir die Fläche auf der später das Haus der Familie Blume errichtet wird.
Unten rechts das alte Haus der Familie Jülich/Walzel (Hauptstraße 6).


25. September 1961

Demnächst sollen im Bereich der Gemeinde Blatzheim umfangreiche Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang soll u.a. auch der Neffelbach ausgebaut und verbreitert werden.10 Damit soll ein alter Plan wieder aufgegriffen werden, denn bereits im Jahre 1936 war der Ausbau des gesamten Flusslaufs beabsichtigt.11 Wegen des bald darauf ausbrechenden Zweiten Weltkriegs konnte der Plan jedoch nicht mehr zur Ausführung gelangen.


Februar 1962

Die Osterweiterung des Friedhofs geht der Vollendung entgegen.12

 

Dienstag, 14. Februar 1962

Ferdi Ennenbach steigt in der Karnevalssitzung der Vereinigten Ortsvereine als „Ne ärme Doof“ in die Bütt.13


„Normalerweise“ arbeitet Ennenbach als Werbeleiter bei der Kreissparkasse Köln. In den 50/60er-Jahren bewohnt er mit seiner Frau Änne und seinen beiden Töchtern die an die Sparkasse gefallene „Villa“, Hauptstraße 48.

 

Dienstag, 17. April 1962

Die für den Ausbau des Neffelbachs veranschlagten Kosten liegen weit über den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde. Der für erforderlich gehaltene Ausbau wird daher weiterhin aufgeschoben.14

 


 
Der junge Mann auf dem Foto rechts ist
Josef Moritz von der Hauptstraße 30

(Foto im Besitz von Karl-Hans Brandt)

Sonntag, 29. April 1962
(Weißer Sonntag)

Bergerhausener Mädchen
(Foto im Besitz von Gerd Roß)

hintere Reihe, v.l.nr.:
Franziska „Itta“ Schneppenheim,
Elvira Fischer,
Irmgard Schiffer,
Gisela Walzel

vorne, v.l.r.:
Helga Fischer,
Trudi Roß







 

Dienstag, 16. Mai 1962

20 Blatzheimer Feuerwehrleute, darunter Brandmeister Josef Stollenwerk, Franz Klingenmaier und Josef Brandt, sind von Oberkreisdirektor Dr. Gottstein für den Luftschutz verpflichtet worden. Außerdem wurde ihnen von DRK-Einsatzleiter Heine eine Teilnahmebescheinigung an einer Grundausbildung in erster Hilfe ausgehändigt. 15


2. bis 13. Juni 1962

Die Feuerwehr hat nach starken Regenfällen drei Hochwassereinsätze in Dorsfeld, und zwar bei Kelleners und Dickmann sowie beim Landwirt Willi Hons.16


Montag, 12. Juni 1962

Die Vorschlagsliste für die Wahl der Schöffen und Geschworenen weist diesmal folgende Bergerhausener Bürger aus: Bernhard Cremer, Caspar Dohmen und Clemens Freiherr von Loë sowie Michael Bulig (Dorsfeld) und Johann Färber (Clemenshöfe).17
 

 

20. Juli 1962

Das „Geschwader Boelcke“ – so heißt das Nörvenicher Jagdbombergeschwader seit dem 21.4.1961, benannt nach einem Fliegerhauptmann aus dem Ersten Weltkrieg – stellt einen neuen Flugzeugtyp in Dienst, den F-104 G „Starfighter“.18


Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Strauß schreitet die Parade der ersten Starfighter ab. - Foto: Bundeswehr19

 

28. Juli 1962

Die Brüder Josef und Willy Stollenwerk haben in diesem Jahr mit der industriellen Verarbeitung (Konservierung) von Landprodukten begonnen.20 Sie haben dazu eine Fabrikationshalle auf dem Gelände des ehemaligen Blatzheimer Großbauern Horrichem errichtet und füllen dort insbesondere saure Gurken in Gläser.

Josef Stollenwerk wird heute 32 Jahre alt. Er ist in diesem Jahr der Kölner Karnevalsgesellschaft „Kölsche Funke rut-wiess vun 1823“ beigetreten. In diesem Traditionscorps sind viele Männer der besseren Kölner Gesellschaft vertreten. Trotzdem sind die Bräuche dort bisweilen etwas derb; genau das Richtige für unseren „Jupp“. Wie sich sein Einstand dort gestaltete, wird Max Hellrung, der „Kumedemächer“ der Funken 18 Jahre später in Reimform vortragen:21

 

Et git e Woot, dodrop künnt Ehr baue:
Ne Städter darf enem Boor nit treue!
Zwar sin de Städter met d`r Schull jet genauer,
doför sin de Boore vun Nator us jet schlauer!

Dat han de Rude Funke kapeet,
zick dä Knollejupp ihne angehööt!
Wat dä sich usdenk, dat es för zo schreie,
an Spetzbove- un Hanakereie!
Un bahl schon heess et bei Männer und Fraue:
„Däm Knollejupp, däm darf mer nit traue!“

Es gibt ein Wort, darauf könnt Ihr bauen:
Ein Städter darf einem Bauer nicht trauen!
Zwar sind die Städter mit der Schule genauer,
dafür sind die Bauern von Natur aus schlauer!
Das haben die Roten Funken kapiert,
seit der Knollejupp ihnen angehört!
Was der sich ausdenkt, das ist zum schreien,
an Spitzbubereien und üblen Streichen!
Und bald schon heißt es bei Männern und Frauen:
„Dem Knollejupp, dem darf man nicht trauen!“

Dobei fung dä su harmlos bei uns an,
wie einer, dä kein Wässerche dröve kann!
Et wor 1962,
do setzte dä Jupp ganz stell en en Eck sich,
un dann wood uns vum Knubbelföhrer gesaat:
„Suävvens hät einer en Spend gemaht!
Ne neue Rekrut, namens Stollenwerk,
stiff zom nächste Knubbelovend e Ferk!“

Dabei fing der so harmlos bei uns an,
wie einer, der kein Wässerchen trüben kann!
Es war 1962,
da setzte der Jupp ganz still in eine Ecke sich,
und dann wurde uns vom Knubbelführer gesagt:
„Soeben hat einer eine Spende gemacht!
Ein neuer Rekrut, namens Stollenwerk,
stiftet zum nächsten Knubbelabend ein Ferkel!“

Do sät dä Jupp ganz unbefange:
„Dat Deerche es mer laufegegange!“
Domet dät dat Ferk och ald voller Entsetze,
en gestrecktem Gallopp durch die Waachstuvv wetze!
Do vergoße selvs Senatore et suffe,
un däte unger de Desche kruffe,
op alle Viere in sämpliche Nische,
öm dat rösige Bies zu erwische!
Bloß dä Jupp loort genöglich zo vun fähn,
und daach: „Glich und glich gesellt sich gähn!“

Da sagte der Jupp ganz unbefangen:
„Das Tierchen ist mir laufen gegangen!“
Damit tat das Ferkel auch schon voller Entsetzen,
im gestreckten Galopp durch die Wachstube wetzen!
Da vergaßen selbst Senatoren das saufen,
und krochen unter den Tischen,
auf allen Vieren in sämtlichen Nischen,
um das rasende Biest zu erwischen!
Nur der Jupp schaut gemütlich zu von fern,
und dachte: „Gleich und gleich gesellt sich gern!“

Als dat Deerche dann endlich engefange,
es uns flöck die Idee opgegange:
för 50 Mann es dat Deer vill zu schmal,
dat muss noch en halv Jahr en d’r Stall!
Do dät dä Jupp sich fründlich anbeede:
„Ich dun Üch gähn ene Stall vermeede,
dann doot jetz flöck e paar Mark usspeie,
för Röve, för Ädäppel un för Kleie,
un et müsse och e paar Grosche her,
för Versicherung un d’r Veterinär,
un en Spretz gäge Maul- un Klauenseuche,
su eisern sin op däm Land de Bräuche!“

Als das Tierchen dann endlich eingefangen,
uns uns rasch die Idee aufgegangen:
für 50 Mann ist das Tier viel zu schmal,
das muss noch ein halbes Jahr in den Stall!
Da tat der Jupp sich freundlich anbieten:
„Ich will Euch gern einen Stall vermieten,
dann spuckt jetzt schnell ein paar Mark aus,
für Rüben, Kartoffeln und für Kleie,
und es müssen auch ein paar Groschen her,
für Versicherung und Veterinär,
und eine Spritze gegen Maul- und Klauenseuche,
so eisern sind auf dem Land die Bräuche!“

Als endlich dat Schlaachfeß wor en Sich,
kom us Blootzem vun däm Jupp ene Wisch:
„Schad! Ich han su an däm Deerche gehange,
doch leider es et mer engegange!“
Dä Knubbelföhrer trof bahl d’r Schlag:
„Wo nemm ich Ersatz her üvver Naach?“
Doch anderndags kom e Tilegram:
„Et hät noch geläv – un litt in d’r Pann!“
Ehr seht dodrus, Ehr Männer und Fraue,
däm Knollejupp, däm darf mer nit traue!

Als endlich das Schachtfest war in Sicht,
kam aus Blatzheim von dem Jupp ein Wisch:
„Schade! Ich hab so an dem Tierchen gehangen,
doch leider ist es mir eingegangen!“
Den Knubbelführer traf der Schlag:
„Wo nehm ich Ersatz her über Nacht?“
Doch anderen Tages kommt ein Telegramm:
„Es hat noch gelebt – und liegt in der Pfanne!“
Ihr seht daraus, Ihr Männer und Frauen,
dem Knollejupp, dem darf man nicht trauen!

Dat Knubbelschlaachfeß wor große Klasse,
dä Jupp un si Broder, dat wore de Asse!
Mer hät singe Auge nit getraut,
met Heu und Strüh un Foderkrippe,
un vun d’r Deck erav, do hinge an Strippe,
geräucherte Schinke en langer Reih,
och Blood- un Levverwöösch wore dobei,
un die decke Wöösch die kunnt mer gewenne;
mer moht sich bloß e paar Lose nemme!

Das Knubbelschlachtfest war große Klasse,
der Jupp und sein Bruder waren die Asse!
Man hat seinen Augen nicht getraut,
mit Heu und Stroh und Futterkrippen,
und von der Decke herab, da hingen an Schnüren,
geräucherte Schinken in langer Reih‘,
auch Blut- und Leberwürste waren dabei,
und die dicken Würste, die konnt‘ man gewinnen;
man mußte sich nur ein paar Lose nehmen.

Do ginge de Funke eesch spät usenein,
un jeder braht en Woosch met heim!
Doch andere morgens am Fröhstöcksdesch,
do mahte de Fraue e lang Geseech!
Die zöckten de Metzer schon beizigge,
ävver die Woosch, die leht sich nit schnigge!
Dä Gewenner verflog em Nu ehre Stolz,
em Ennere der Woosch wor bloß e Stöck Holz!
Dröm gläuvt et mir, Ehr Männer und Fraue,
däm Knollejupp, däm darf mer nit traue!

Da gingen die Funken erst spät auseinander,
und jeder brachte eine Wurst mit heim!
Doch am anderen Morgen, am Frühstückstisch,
da machten die Frauen ein langes Gesicht!
Die zückten die Messer schon beizeiten,
aber die Wurst, die ließ sich nicht schneiden!
Den Gewinnern verflog im Nu ihr Stolz,
im Innern der Wurst war nur ein Stück Holz!
Drum glaubt mir, Ihr Männer und Frauen,
dem Knollejupp, dem darf man nicht trauen!

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Schwiegervater eines weiteren Stollenwerk-Bruders, Franz, ist der Gastwirt der im Hause "Reastauration Klosterhalfen" betriebenen „Schloßschänke“, Christoph Sprenger. Franz Stollenwerk ist mit der Sprenger-Tochter aus erster Ehe, Sofie, verheiratet. Christoph Sprenger ist heute verstorben.

Aus dem Totenzettel:

In Düren war er als Sohn der Eheleute Franz Sprenger und Gertrud Lemmes am 20. September 1905 geboren. Nach bestandener Meisterprüfung gründete er in seiner Heimatstadt ein Friseurgeschäft und schloß in der dortigen St. Anna-Kirche am 20. August 1933 mit der aus Welkenraedt stammenden Maria Eva Hubertine Ahn den Bund der hl. Ehe.

 
Aus dieser Ehe gingen die Kinder Sofie und Franz Josef hervor. Am 16. November 1944 verlor er durch den Fliegerangriff auf Düren beide Eltern. Durch die Kriegsereignisse mußte seine Familie die Heimat verlassen, während er zum Wehrdienst
einberufen war. Nach seiner Rückkehr aus dem Kriege schuf er sich durch Verlegung seines Friseurgeschäftes nach Golzheim eine neue Lebensgrundlage. Allzufrüh verlor er dort am 13. Juli 1951 seine erst41 Jahre alte Gattin. Um seinen Kindern ein Elternhaus zu erhalten, schloß er am 20. Juli 1952 in der Pfarrkirche St. Bonifatius in Düren mit Gertrud Klosterhalfen aus Golzheim die Ehe, aus der ihm am 1. November 1961 das Töchterchen Maria Gertrud von Gott geschenkt wurde.

Seit 1956 führte er die Gaststätte und Lebensmittelhandlung zu Bergerhausen. Wenn auch seit einiger Zeit schon sein Gesundheitszustand angegriffen war, so traf doch sein plötzlicher Tod am Samstag, dem 28. Juli 1962 zu Bergerhausen seine Angehörigen allzu unerwartet. Um so mehr vertrauen sie darauf, dass sein christliches Leben und die hl. Krankensalbung ihm das Tor zum ewigen Leben bei Gott geöffnet haben. Die Gattin und die 3 Kinder mit den übrigen Angehörigen hoffen deshalb, dass ihr lieber Gatte und Vater in Gott einen barmherzigen Richter findet und bitten um ein Gebet und um ein Gedenken beim hl. Meßopfer, damit seine Seele ruhe in Gottes ewigem Frieden.

Die Beisetzung erfolgt an seinem früheren Heimatort Golzheim. Während Gertrud Sprenger weiterhin das Lebensmittelgeschäft betreibt, wird die Gaststätte unter dem Namen „Treffpunkt“ von Hans-Peter („Hape“) Hahnen weitergeführt. 7



Gurkenernte beim Bauer Peter Wilkens, Geilrath:
Nelli John, Maria John, geb. Münch, Margarete Steinke, Marita Wilkens, Margarete Titze
(Foto aus dem Besitz von Oskar John)

 

13. September 1962

Aufgrund den von einer fünfköpfigen Kommission, der u.a. Jakob Dohmen und Reiner Röder angehören, ausgesprochenen Empfehlungen, soll die Straßenbeleuchtung in Bergerhausen durch die Neuanlage einer Überspannlampe in der Bahnhofstraße, welche an den Häusern Hoch und Hahnen befestigt wird, sowie die Neuanlage einer Wandarmleuchte am Hause Meurer verbessert werden.

Nachdem bereits im Frühsommer die Bürgersteigbefestigung auf der Südseite der B 264 in Richtung Bergerhausen fortgeführt werden sollte, hat die ursprünglich niedrigstbietende Firma ihr Angebot zurückgezogen. Jetzt erhält die Kerpener Firma Walkowiak den Auftrag zur Ausführung der Arbeiten, die die Herstellung einer 2 Meter breiten Schwarzdecke vorsieht.22
 

Straßenbäume


Im Rahmen der nun bald beginnenden Bauarbeiten werden auch die alten Straßenbäume auf der vom Ausbau betroffenen Straßenseite gefällt. Die Anwohner der Bundesstraße hatten bereits im Jahre 1960 die Beseitigung der Bäume gefordert.23

Nach Durchführung der Flurbereinigung ordnet der Gemeinderat auch die Pachtverhältnisse „Auf der Heide“ neu. Diese 82.65.31 ha große Ackerfläche ist an 26 verschiedene Landwirt verpachtet. Aus Bergerhausen und Dorsfeld gibt es folgende Pachtverhältnisse auf der Heide:24
 

Pächter

aus

gepachtete Fläche

Bleezers, Jakob

Dorsfeld

1.00.00 ha

Bulig, Michael

Dorsfeld

10.90.07 ha

Dickmann, Willy

Dorsfeld

1.18.00 ha

Fischer, Josef

Bergerhausen

1.50.00 ha

Graß, Christian

Bergerhausen

1.03.00 ha

Kelleners, Kaspar

Dorsfeld

1.00.00 ha

Konen, Karl

Dorsfeld

11.63.31 ha
1.85.98 ha


Sonntag, 30. September 1962

Die Blatzheimer Pfarrjugend hat als Gastgeber zum diesjährigen Dekanats-Jungschartag eingeladen. Heute versammeln sich die Jungen aus Blatzheim, Berrendorf, Neu-Bottenbroich und Balkhausen zum gemeinschaftlichen Gottesdienst in der Schlosskapelle. In der Schlussrunde dankt der Dekanats-Jugendseelsorger dem Dekanatsjugendführer Heinz Cremer aus Bergerhausen für seine umsichtige und sorgfältige Arbeit.25


Freitag, 5. Oktober 1962

Die Gemeinde bewilligt dem SC Bergerhausen für die Jugendabteilung einen Zuschuss in Höhe von 40 Mark.26

 

        

1Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 28.3.1961

2Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 14.4.1961

3Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 14.4.1961

4Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 12.5.1961

5Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 13.6.1961

6Informationsschrift des Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke, 1983, S. 57

7Bericht Ulrich Dohmen, 24.12.1999

8Auskunft Marianne Dohmen, die sich unter den Hochzeitsgästen befand, 6.12.1999

9Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 29.8.1961

10Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 25.9.1961

11Türk, Karl-Heinz, Der Neffelbach, Meinertzhagen 1987

12Kölnische Rundschau vom 10.2.1962

13Kölnische Rundschau vom 17.2.1962

14Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 17.4.1962

15Kölnische Rundschau vom 16.5.1962

16Jacobi, Klaus, Festschrift 70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Blatzheim, 1970, S. 37

17Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 12.6.1962

18Informationsschrift des Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke, 1983, S. 21

19Kölnische Rundschau vom 28.4.1983

20Hinweis aus dem Beitrag „CDU-MIT Merzenich besucht Stollenwerk“ in Düren im Blick, Dezember 2000, Seite 19

21„Knollejupp weed 50 Johr“ Lobgesang un Moritat zosammegeknuv un en Bergehuse/Blootzem vörgedrage vun Max Hellrung, Kumedemächer d’r Kölsche Funke rut-wiess vun 1823, 28. Juli 1980

22Sitzungsprotokolle der Gemeindevertretung Blatzheim vom 2.3.1962 und 13.9.1962

23vgl. Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 12.8.1960

24Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 13.9.1962

25Kölnische Rundschau vom 4.10,1962

26Sitzungsprotokoll der Gemeindevertretung Blatzheim vom 5.10.1962