|
Die amerikanische Invasion der Gegend um Bergerhausen |
||
|
|
|
Nach der spektakulären Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 hatten sich die alliierten Truppen in verlustreichen Schlachten, die ihren Höhepunkt im südwestlich von Düren gelegenen Hürtgenwald erreicht hatten, allmählich bis zum Ufer der Rur nach Düren vorgekämpft. Dort wurden sie in der Zeit vom 9. bis zum 24. Februar 1945 von einem Hochwasser aufgehalten, dass zum einen auf einen niederschlagsreichen Winter und zum anderen auf die Öffnung der Flutwehre des Staudammes von Schwammenauel zurückzuführen war. Nachdem das Wasser der Rur wieder auf Kniehöhe gefallen war, setzten die amerikanischen Einheiten über. Im Raum Düren trafen sie nochmals auf kurzen heftigen Widerstand, aber von nun an drang die Invasion zügig in das Herz Deutschlands vor. |
| Roer to Rhine“ (Von der Rur zum Rhein) hieß der Operationsplan, der unserer Heimat zwei wesentliche Dinge brachte: die Befreiung von der fürchterlichen Nazi-Dikatatur, aber auch die endgültige Niederlage Deutschlands in einem Kampf, der im Grunde zu Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen hatte, dann im 1. Weltkrieg einen ersten Höhepunkt fand, und dessen Ursprung kaum mehr als innerfamiliäre Eifersüchteleien zwischen dem deutschen Kaiser Wilhelm II und seinem britischen Onkel Eduard VII gewesen sein dürften. | ||
|
|
||
| An der Invasion waren verschiedene Militäreinheiten und Truppenteile beteiligt: | |
|
The
8th Infantry Division 1 |
|
|
|
|
|
The
28th Field Artillery Battalion 2 |
|
|
|
|
|
The 56th Field Artillery Battalion 3 |
|
|
|
|
|
The
644th Tank Destroyer Battalion 4 |
|
|
|
|
|
The 3rd Armored Division |
|
|
Der Kriegsberichterstatter der 644. Panzerdivision vermerkte zu dieser Operation: „Von da an, bis der Rhein erreicht war, wurde die Kriegsführung ein bisschen lockerer. Das Bataillon ... drang ununterbrochen Tag und Nacht vor. Die Doughboys sahen wirklich gut aus in dieser Operation. Von Ende Februar bis zur ersten Märzhälfte jagten wir die Krauts von Blatzheim nach Kerpen, machten ein Spielchen in einer seltsamen Reihe von Angriffen auf Mödrath, nahmen ein bisschen automatisches Feuer in Frechen entgegen und bliesen die Köln vorgelagerten Dörfer aus. Einige von uns kamen dicht genug heran um in den Rhein zu spucken.“ 5 Das 28. Feldartillerie Bataillon (Teil der 8. Division mit 155 mm Haubitzen - den schwersten ihrer Art) vermerkt in ihrem Kriegsbericht: 6 "Die Boche (Anm.: die Deutschen) bezahlten für ihre Orgie, sie bezahlten hart. Nun ging es druckvoll weiter. Nachtangriffe waren in Mode. Die Deutschen waren durcheinander und erschüttert. Die Doughboys brachten ihre Überlegenheit voll zur Geltung. Der Beschuss wurde täglich voran geschoben und kam gut vorwärts. Man denke an Girbelsrath, als Batterie "B" beschossen wurde bevor sie sich eingeschossen hatten. Blatzheim, in einer Nacht ausgekundschaftet und besetzt, und zwischendurch diese enormen Ladungen, die die Huns (Anm.: "Hunnen", die Deutschen) uns in den Weg warfen... Nach diesen kurzen aber gleichwohl aufschlussreichen Bemerkungen verschiedener Kriegsberichterstatter wollen wir uns nun dem ausführlichen und nüchtern gehaltenen Bericht von Lt. Marc F. Griesbach, Historiker der 8. Infanteriedivision der US-Streitkräfte zuwenden: |
|
|
Combat History of the Eighth Infantry Division in World War II PREPARED
AND EDITED BY This account was written during the period of combat from official reports and personal interviews with commanders and men of the Eighth Division. |
|
Kriegstagebuch der Achten Infanteriedivision im 2. Weltkrieg ZUSAMMENGESTELLT
UND BEARBEITET VON Diese Aufzeichnung wurde während der Kampfperiode auf der Grundlage offizieller Berichte und persönlicher Gespräche mit den Befehlshabern und den Männern der Achten Division verfasst. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Stockheim Falls Stockheim was the primary objective of 28th Infantry troops now massed in the woods west of that town. At least six enemy self-propelled guns fired on the troops as they emerged from the woods and advanced on the town across open ground. The guns hastily withdrew, however, when the men of the 28th entered Stockheim. The 1st and 2nd Battalions converged on the strongly defended town. Street fighting continued throughout the day. The enemy had to be dug out of cellars and trenches. By midnight, the town was cleared except for a small group of buildings in the southern outskirts. The 3rd Battalion of the 28th, meanwhile, had maneuvered to the north, relieving the 121st Infantry in Binsfeld at dusk, taking 12 additional prisoners out of the town, and then moving east to continue the attack. The towns of Binsfelderburg, Rommelsheim and Burg Rubenheim were taken during the night. Attacking in a column of companies, the battalion took the three towns in quick succession. As foot troops advanced on each town, a terrific artillery concentration was called down. When the artillery lifted, doughboys rushed the town before defending troops could come out of the cellars to man their guns. By 0500, all three towns had been taken. The prisoner count was high, 104 being captured in Burg Rubenheim alone. Two self-propelled guns, which had eluded the 3rd Battalion all night, were finally captured and destroyed in Burg Rubenheim. Maj. General W. G. Weaver was evacuated on February 25th. Brig. General Bryant E. Moore, former assistant commander of the 104th Division, took command of the 8th Division. On February 26th, the 8th Reconnaissance Troop took over the town of Stockheim, on the still-exposed Division right flank. A brisk skirmish took place in the southern section of the city during the night, when the enemy attempted to retake it. Before dawn, however, the enemy had been cleared from the last buildings in the town. |
|
Stockheim fällt Stockheim war das erste Ziel der 28. Infanterie-Truppen, die nun in den Wäldern westlich dieser Ortschaft zusammengezogen wurden. Mindestens sechs feindliche Automatikgeschütze beschossen die Truppen als sie aus dem Gebüsch auftauchten um gegen die Ortschaft vorzudringen und dabei offenes Gelände queren mussten. Die Geschütze zogen sich jedoch hastig zurück, als die Männer der 28. Stockheim erreichten. Die 1. und 2. Abteilungen näherten sich der stark verteidigten Ortschaft. Die Straßenkämpfe dauerten den ganzen Tag über an. Der Feind musste aus Kellern und Gräben ausgehoben werden. Um Mitternacht war die Ortschaft bis auf eine kleine Häusergruppe in den südlichen Außenbezirken erobert. Unterdessen manövrierte die 3. Abteilung der 28. nordwärts, um in der Dämmerung die 121. Infanterie in Binsfeld zu entlasten, brachten zudem zwölf Gefangene aus dem Ort und zogen dann ostwärts um den Angriff fortzusetzen. Die Ortschaften Binsfelderburg, Rommelsheim und Burg Bubenheim wurden während der Nacht eingenommen. In Kompaniestärke angreifend, nahm die Abteilung die drei Ortschaften in kurzer Folge. Als Fußtruppen in jede der Ortschaften vorrückten, krachte ein gewaltiges Artilleriefeuer los. Nachdem die Geschütze ausgehoben waren, überranten Landser den Ort, bevor die Verteidigungstruppen aus den Kellern kommen konnten um ihre Geschütze zu bemannen. Um 5.00 Uhr waren alle drei Orte eingenommen. Die Zahl der Gefangenen war hoch; 104 wurden allein in Burg Bubenheim gefangen genommen. Zwei automatische Geschütze, denen die 3. Abteilung nachts ausweichen musste, wurden sichergestellt und auf Burg Bubenheim zerstört. Generalmajor W. G. Weaver wurde am 25. Februar 1945 abgezogen. Brigadegeneral Bryant E. Moore, der frühere 2. Divisionsbefehlshaber der 104. Abteilung übernahm das Kommando über die 8. Infanterieabteilung. Am 26. Februar übernahm das 8. Patrollienschwadron übernahm den Ort Stockheim von der 2. Abteilung der 28. Infanteriedivision auf der noch offenen rechten Flanke der Abteilung. Während der Nacht fand im südlichen Abschnitt der Ortschaft eine lebhafte Auseinandersetzung statt, als der Feind versuchte, sie wieder einzunehmen. Bis Sonnenaufgang waren jedoch die letzten Gebäude vom Feind gesäubert. |
|
Advance Continues The 121st Infantry continued its advance during the night of February 25-26, and by morning had driven east from Girbelsrath to seize the town of Eschweiller. Troops of the 121st met heavy mortar, artillery and high velocity fire, when they attempted to move across the open country toward Ollesheim. It
was decided to wait until nightfall before resuming the attack. At
darkness, the town was quickly captured.
Roadblocks were erected, and the 2nd and 3rd Battalions
drove approximately three miles farther east, crossing the Neffel
River, and attacking the town of Neider
Bolheim. Here, the regiment met its only
determined resistance of the night, encountering several enemy
assault guns and heavy small arms fire.
The town was cleared before dawn, and the 3rd
Battalion moved north to take over the town of Blatzheim, which
had been captured by the 3rd Armored
Division. On the following day, elements of the 121st moved east of Blatzheim to mop up the remaining resistance in Bergerhausen and the high ground to the northeast. The 3rd Armored Division had driven swiftly beyond the town, and some enemy stragglers still remained to be cleared out. Meanwhile, the 28th Infantry continued to move up behind the 121st, defending the exposed south flank of the Division. |
|
Das weitere Vordringen Die 121. Infanterie setzte ihr Vordringen in der Nacht vom 25. zum 26. Februar fort, und rückte gegen Morgen östlich von Girbelsrath vor um den Ort Eschweiler einzunehmen. Die Truppen der 121. wurden von heftigem Mörser-, Artillerie- und Hochgeschwindigkeitsfeuer getroffen, als sie den Versuch unternahmen, das offene Land in Richtung Ollesheim zu überqueren. Es wurde entschieden, den Einbruch der Dunkelheit für die Fortsetzung des Angriffs abzuwarten. Bei Dunkelheit war der Ort rasch eingenommen. Straßenblockaden wurden errichtet und das 2. und 3. Bataillon rückte ungefähr drei Meilen weiter östlich über den Neffelbach vor und griff die Ortschaft Niederbolheim an. Hier traf das Regiment auf den einzigen entschlossenen Widerstand dieser Nacht, traf auf mehrere feindliche Geschützangriffe und massiven Schnellfeuergewehrbeschuss. Der Ort war vor Tagesanbruch befreit und das 3. Bataillon wandte sich nordwärts, um den Ort Blatzheim zu übernehmen, der bereits von der 3. gepanzerten Division eingenommen worden war. Anmerkung: _________________________________________ Am folgenden Tag rückten Teile der 121. ostwärts von Blatzheim vor um den restlichen Widerstand in Bergerhausen und den oberhalb gelegenen Bereich nordöstlich davon aufzureiben. Die 3. gepanzerte Division war rasch bis jenseits des Ortes vorgedrungen und hatte einige übrig gebliebene feindliche Nachzügler ausgeschaltet. Unterdessen war die 28. Infanterie der 121. weiterhin nachgerückt und sicherte die offene Südflanke der Division. |
|
|
|
|
|
Fight for Kerpen That night, the 3rd Battalion of the 121st and a task force of the 3rd Armored Division attacked in conjunction to seize the town of Kerpen. The 121st Infantry cleared the north half. The Germans were known to be defending the town with strong infantry elements and high velocity weapons. Two attempted counterattacks were broken before they had a chance to get underway. Civilians, many of them foreign workers eager to flee the town, obstructed the troops in their advance, but once they were gotten under control, the attack made rapid progress. Kerpen was taken early the next morning after much street fighting and sniping. Tanks and tank destroyers of the 740th and 644th assisted the advance of infantry elements through the town, blasting enemyheld buildings with their heavy guns. |
|
Der Kampf um Kerpen Diese Nacht griffen die 3. Abteilung der 121. und ein Sonderkommando der 3. gepanzerten Division gemeinsam die Stadt Kerpen an um sie einzunehmen. Die 121. Infanterie übernahm den nördlichen Teil. Es war bekannt, dass die Deutschen die Stadt mit starken Infanterieteilen und Hochgeschwindigkeitswaffen verteidigten. Zwei versuchte Gegenangriffe waren abzuwehren, bevor sich die Möglichkeit der Zurückwerfung ergab. Zivilisten, viele von ihnen Fremdarbeiter, die darauf bedacht waren, der Stadt zu entfliehen, behinderten die Truppen beim Vorrücken, aber als sie erst einmal unter Kontrolle waren, machte der Angriff schnelle Fortschritte. Kerpen war früh am nächsten Morgen eingenommen nach vielen Straßenkämpfen und Hinterhälten. Panzer und gepanzerte Kampfwagen der 740. und 644. begleiteten das Vorrücken der Infanterieteile durch die Stadt, während die vom Feind besetzten Gebäude mit ihren schweren Geschützen in die Luft flogen. |
|
|
|
Foto
links: |
|
Across the Erft Canal The 1st Battalion of the 121st, passing through the 3rd Battalion in Kerpen, attacked toward the Erft Canal, three miles to the east. Reaching the canal at 0400 the next morning, the troops attempted to cross a bridge on the main Kerpen-Modrath road. They met intense enemy automatic fire. Next, they attempted to slip through the woods and cross the canal 1,000 yards north of the road. This time, they ran directly into four German tanks. A severe counterattack cost the 1st Battalion many casualties. The unit then withdrew slightly and prepared to cross the canal under a smoke screen. Tanks and tank destroyers were brought up during the morning, but the enemy blew the bridge before they could cross the canal. Foot troops of the 1st Battalion crossed the canal later during the day and fought their way into the westernmost section of Modrath. Experienced enemy troops, most of them wounded veterans of other fronts, fought savagely against the attackers. Companies A and B advanced slowly through the town until they were stopped at a twenty-foot railroad embankment by intense small arms fire. Here, the 1st Battalion held until the canal could be bridged and armor brought forward. The 8th Reconnaissance Troop, with a company of tanks and a platoon of tank destroyers attached, was operating as a task force. Sent to patrol a section of high ground southeast of Kerpen, one of the attached tank destroyers came upon two haystacks. A few shots were poured into the haystacks, and they took off down the road. On numerous occasions, such haystacks in peaceful German fields, upon similar action, were found to be motorized and thickly armored. |
|
Überquerung des Erftkanals Die 1. Abteilung der 121. Division, rückte an der 3. Abteilung in Kerpen vorbei zum drei Meilen östlich gelegenen Erftkanal vor. Nach dem Erreichen des Kanals um 4 Uhr am nächsten Morgen, versuchten die Truppen einen Brückenschlag an der Hauptstraße Kerpen-Mödrath. Sie trafen auf intensives automatisches Feuer des Feindes. Zunächst versuchten sie durch die Waldungen zu schlüpfen und den Kanal tausend Fuß nördlich der Straße zu überqueren. Diesmal liefen sie direkt vor vier deutsche Panzer. Ein harter Gegenangriff kostete das 1. Batallion viele Verluste. Die Einheit wich etwas zurück und bereiteten die Überquerung des Kanals im Schutz eines Rauchvorhangs vor. Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge zogen während des Morgens herauf, aber bevor sie den Kanal überqueren konnten, gelang es dem Feind die Brücke zu stürmen. Im weiteren Verlauf des Tages überquerten Fußtruppen der 1. Abteilung den Kanal und kämpften den Weg frei zum westlichsten Abschnitt von Mödrath. Erfahrene feindliche Truppen, vorwiegend verwundete Veteranen von anderen Kriegsschauplätzen, wehrten sich entschlossen gegen die Angreifer. Die Kompanien A und B rückten langsam bis zur Ortschaft vor, bis sie an einem zwanzig Fuß hohen Bahndamm von heftigem Schnellfeuergewehrbeschuss aufgehalten wurden. Hier wurde die 1. Abteilung aufgehalten bis der Kanal überbrückt werden und das Kriegsgerät vorangebracht werden konnte. Das 8. Patrollienschwadron, ergänzt um eine Panzertruppe und einen Zug gepanzerter Fahrzeuge, operierte als Sonderkommando. Ausgesandt, um ein höher gelegenes Gelände südöstlich von Kerpen auszuspähen, stieß eines der zusätzlichen gepanzerten Fahrzeuge auf zwei Scheunen. Nach ein paar Salven in die Scheunen machten sie sich die Straße hinab aus dem Staub. Bei zahlreichen Gelegenheiten hatten sich bei ähnlichen Aktionen solche Scheunen auf friedlichen deutschen Feldern als motorisiert und gut ausgerüstet erwiesen. |
|
|
|
|
|
28th Takes Up Advance The 28th Infantry, meanwhile, had moved to Bergerhausen. The 3rd Battalion was given the mission of moving through the woods north of Kerpen during the night, and seizing a large Rhenish castle, Schloss Lorsfeld. The Battalion, in a column of companies, moved through the woods unopposed until at 0100, the castle was reached. The men of Company L surrounded the moated fortress of several centuries ago, shot a guard, and stormed through the gates. After a brief skirmish, the enemy garrison surrendered. Thirty prisoners were taken. Six men of Company L were left to guard the castle, while the remainder of the Battalion returned to Bergerhausen. On the night of March 1st, the 2nd and 3rd Battalions of the 28th were assigned a more hazardous mission. The Battalions were to cross the Erft at Gotzenkirchen, a village in the 104th sector which was found unoccupied by a patrol the previous afternoon. They were then to advance south against Modrath on a two battalion front, attacking the town in conjunction with the 121st Infantry. The crossing was made without mishap shortly after darkness. The troops swung across the water barrier on the girders of a blown bridge, and moved into the thick woods east of the Erft. The 2nd Battalion then moved directly south along the east bank of the canal. The 3rd Battalion moved farther east, maneuvering to take the castle and a small group of buildings at Boisdorf, from where it would then advance southward toward Modrath. The column of companies of the 3rd Battalion had approached within 125 yards of the castle without being detected. Suddenly, several explosions broke the silence. The entire column had walked into a dense minefield. The enemy was alerted, and heavy small arms fire from the castle and the woods hit the trapped infantrymen. The commanders of Company K and L were killed. Several other officers and men were wounded, and the rest scattered. |
|
Die 28. kommt gut voran Unterdessen hatte sich die 28. Infanterie nach Bergerhausen bewegt. Die 3. Abteilung war in der Nacht durch die Waldungen nördlich von Kerpen gezogen und hatte durch die Einnahme eines großen rheinischen Schlosses, Schloss Lörsfeld, das Ziel vorgegeben. Die Abteilung bewegte sich in Kompaniekolonnen ohne auf Widerstand zu stoßen durch die Waldungen bis um 1.00 Uhr das Schloss erreicht war. Die Männer von Kompanie "L" umzingelten die von einem Wassergraben umgebene jahrhundertealte Festung, erschossen eine Wache und stürmten durch die Tore. Nach einem kurzen Gefecht kapitulierte die feindliche Besatzung. Es wurden dreißig Gefangene gemacht. Zur Bewachung des Schlosses wurden sechs Leute von Kompanie "L" zurückgelassen, während der Rest der Abteilung nach Bergerhausen zurückkehrte. In der Nacht zum 1. März, wurde der 2. und 3. Abteilung der 28. eine riskantere Aufgabe zugewiesen. Die Abteilungen sollten die Erft überschreiten, und zwar bei Götzenkirchen, einem Dorf im 104. Abschnitt, das am Nachmittag zuvor von einem Spähtrupp unbesetzt vorgefunden worden war. Sie sollten dann südwärts gegen Mödrath vorrücken um in einem zweiten Frontabschnitt den Ort gemeinsam mit der 121. Infanterie anzugreifen. Die Überquerung erfolgte ohne Zwischenfall kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Die Truppen schwangen sich auf den Stahlträgern einer gesprengten Brücke über die Wassersperre und liefen in das dichte Gebüsch östlich der Erft. Die 2. Abteilung bewegte sich dann direkt südwärts entlang des östlichen Kanalufers. Die 3. Abteilung manövrierte weiter östlich um die Burg und eine kleine Gebäudegruppe in Boisdorf einzunehmen, von wo aus sie südwärts Richtung Mödrath vordrang. Die Kompaniekolonne der 3. Abteilung hatte sich ohne entdeckt zu werden der Burg bis auf 125 Yards genähert. Plötzlich zerrissen mehrere Explosionen die Stille. Die ganze Kolonne war in ein dichtes Minenfeld marschiert. Der Feind war gewarnt und schwerer Schnellfeuerbeschuss aus der Burg und dem Wald traf die eingeschlossenen Infanteristen. Die Anführer von Kompanie "K" und "L" wurden getötet. Mehrere andere Offiziere und Männer wurden verwundet und der Rest aufgerieben. |
|
|
|
|
|
Hand to Hand Major Regan reorganized as large a force as possible, rushed the castle, battled with the enemy defenders in fierce hand to hand combat, took the castle. The men then settled down to occupy the castle and surrounding buildings for the remainder of the night. All communications with Company I were lost until the following day. Others of the scattered troops found their way into the buildings now occupied by the battalion. Shortly before dawn, a group of soldiers was observed approaching Boisdorf. Not knowing whether they were American or German troops, Major Regan called them to halt. They continued to advance, and the battalion commander gave the signal to open fire. Some of the enemy troops had come so close to the buildings occupied by the 3rd Battalion troops that a hand grenade dropped out of a window killed three Germans. The counterattacking forces were finally driven back until they were trapped in several buildings which they had reoccupied. At dawn, artillery was called down upon the enemy-held buildings, causing many casualties before the last 52 Germans surrendered. |
|
Mann gegen Mann Die von Major Regan so umfassend wie möglich umgestellte Streitmacht berannte die Burg, kämpfte in erbittertem Mann-gegen-Mann-Gefecht mit der feindlichen Abwehr und nahm die Burg ein. Alsdann ließen die Männer sich nieder um für den Rest der Nacht die Burg und die umliegenden Gebäude zu besetzen. Bis zum folgenden Tag verlor ich jegliche Verbindung zur Truppe. Andere von der versprengten Schar fanden ihren Weg in die nun vom Bataillon besetzten Gebäude. Kurz vor Sonnenaufgang wurde eine Gruppe Soldaten beobachtet, die sich Boisdorf näherte. Ohne zu wissen, ob es sich um amerikanische oder deutsche Truppen handelte, forderte Major Regan sie auf, anzuhalten. Sie näherten sich weiterhin und der Bataillonsführer gab das Zeichen zur Eröffnung des Feuers. Einige von den feindlichen Truppen waren so dicht an die von der 3. Abteilung besetzten Gebäude heran gekommen, dass eine aus eine Fenster herab fallende Handgranate drei Deutsche tötete. Die Gegenangriffe wurden schließlich zurückgeschlagen bis sie in mehreren zurückeroberten Gebäuden eingeschlossen waren. Artilleriebeschuss der vom Feind gehaltenen Gebäude verursachte viele Verluste bevor die bis dahin durchhaltenden 52 Deutschen bei Sonnenaufgang kapitulierten. |
|
|
|
|
|
121st Takes Modrath The 2nd Battalion, supported by elements of the 644th Tank Destroyer Battalion, moved south against light opposition and entered the northern outskirts of Modrath early on the morning of March 2nd. The 1st Battalion of the 121st fired into Modrath in support of the troops of the 28th, while continuing to hold its railroad embankment positions. A tank dozer, brought up during the morning to clear the rubble blocking an underpass through the embankment, was knocked out by an enemy self-propelled gun. Another underpass was discovered further to the south. By noon, the canal had been bridged by the engineers, and tanks and tank destroyers moved across. While the armor moved through the underpass, foot troops of the 1st Battalion, 121st Infantry, went over the embankment and began clearing the enemy from the remainder of the town. Enemy resistance was fierce when German foot troops were bolstered by self-propelled guns, but crumbled as soon as the guns were knocked out. Artillery fire was heavy. The fight continued during most of the day. Elements of the 28th, now under command of Lt. Colonel Thomas H. Beck, moved in from the north, while the 121st cleared the major part of the town. Before nightfall, Modrath was reported cleared. |
|
Die 121. nimmt Mödrath ein Die 2. Abteilung, unterstützt von Teilen der 644. Panzerzerstörerabteilung, zog bei geringem Widerstand südwärts und erreichte am frühen Morgen des 2. März den nördlichen Rand von Mödrath. Die 1. Abteilung der 121. nahm Mödrath mit Unterstützung der 28. unter Beschuss, die ihre Position am Bahndamm beibehielt. Ein Räumgerät, das im Laufe des Morgens herangebracht worden war um die Trümmer wegzuschaffen, die eine Unterführung des Bahndamms blockierten, wurde durch feindliches Geschütz außer Gefecht gesetzt. Noch eine Unterführung wurde weiter südlich entdeckt. Am Mittag ist der Kanal von Pionieren überbrückt worden und wurde von Panzer sowie Panzerzerstörer überquert. Während die Rüstungsgüter die Unterführung passierten, gingen Fußtruppen der 1. Abteilung der 121. Infanterie über den Bahndamm und begannen damit, den Rest der Ortschaft von Feinden zu säubern. Der feindliche Widerstand wurde energischer, nachdem automatisches Geschützfeuer sie ermutigt hatte, aber er zerbröckelte alsbald, nachdem die Geschütze ausgeschaltet worden waren. Das Artilleriefeuer war massiv. Der Kampf wurde über die größte Zeit des Tages weitergeführt. Teile der 28., nun unter dem Befehl von Oberstleutnant Thomas H. Beck, kam von Norden heran, während die 121. den überwiegenden Teil der Ortschaft säuberte. Vor Anbruch der Nacht konnte Mödrath als eingenommen gemeldet werden. |
|
|
|
|
|
28th Takes Over Simultaneously with the battle in Modrath, another attacking force, the 1st Battalion of the 28th, was fighting for the town of Habblerath, to the northeast. After a wide flanking maneuver, during which enemy planes strafed the troops repeatedly, the battalion entered Habblerath shortly after daylight. Resistance in the town, particularly from self-propelled guns, was strong. Enemy strongpoints were marked by artillery smoke shells, and at 0900, an air bombardment mission was flown against the town. The troops then moved in quickly and cleared Habblerath by 1000. The enemy counterattacked from the southeast shortly thereafter, but it was thrown back. That night, while the 2nd Battalion of the 28th relieved 121st Infantry elements in Modrath, the 1st and 3rd Battalions were to continue the attack to the south. The 3rd Battalion left Boisdorf shortly after midnight, passed through the 2nd Battalion in Modrath, and attacked toward Bottenbroich. Company I, which had rejoined the battalion during the day, led the column of companies. At the approaches to Bottenbroich, intense enemy machine gun fire pinned down the company. Company K maneuvered around I, hit the enemy pocket from the west, wiped it out. Company I then moved in to seize Bottenbroich. Company L drove beyond the town to the mines and factory southeast of it. As the company neared this area, a terrific artillery barrage was laid down. At 0455, the artillery lifted. Companies L and K stormed the factory area, quickly clearing the enemy from the above ground installations, and discovered a mine shaft leading down into the earth. One guard was killed; the other two quickly surrendered. With Major Regan leading, the men of Company L climbed down seven 15-foot ladders. At the bottom, they came upon an elaborate network of more than two miles of underground passages. Two hundred civilian families were found living in the subterranean corridors. Among them were 91 members of the German army, who were quickly rounded up. The 1st Battalion of the 28th reached the norther edge of Grefrath at approximately 0300. Here the fire of enemy self-propelled guns became intense. As 1st Battalion troops moved in, enemy guns withdrew. The town was taken after a brisk street fight. Gains were consolidated and mopping up in the area continued during the day. |
|
Die 28. übernimmt Gleichzeitig mit der Schlacht in Mödrath, kämpfte sich eine andere Angriffstruppe zur Ortschaft Habbelrath im Nordosten vor. Nach einer weitläufigen Flankenbewegung, in deren Verlauf die Truppen wiederholt von feindlichen Tieffliegern angegriffen wurden, marschierte das Bataillon kurz nach Tagesanbruch in Habbelrath ein. Der Widerstand in der Ortschaft, insbesondere von Automatikgeschützen, war stark. Feindliche Stützpunkte wurden durch Rauchbomben markiert und um 9.00 Uhr wurde ein Bombenangriff gegen den Ort geflogen. Daraufhin marschierten die Truppen rasch ein und eroberten Habbelrath gegen 10.00 Uhr. Der kurz darauf erfolgte feindliche Gegenangriff von Südosten her, wurde zurückgeworfen. In dieser Nacht, während die 2. Abteilung der 28. Teile der 121. Infanterie in Mödrath entlasteten, setzten die 1. und 3. Abteilung den Angriff Richtung Süden fort. Die 3. Abteilung verließ Boisdorf kurz nach Mitternacht, passierte die 2. Abteilung in Mödrath und stieß Richtung Bottenbroich vor. Kompanie "I", welche im Laufe des Tages wieder zum Bataillon stieß, führte die Kompaniekolonne an. Bei der Annäherung an Bottenbroich, wurde die Kompanie durch heftiges feindliches Maschinengewehrfeuer aufgehalten. Kompanie "K" stieß um "I" herum, schlug den Feind von Westen her kommend und eliminierte ihn. Alsdann marschierte Kompanie "I" ein um Bottenbroich zu erobern. Kompanie "L" fuhr zu den Gruben und Fabriken südöstlich jenseits des Ortes. So wie die Kompanie sich der Gegend näherte, brach ein gewaltiges Artillerie-Sperrfeuer los. Um 4.55 Uhr war die Artillerie ausgehoben. Die Kompanien "L" und "K" stürmten den Fabrikbereich, überwältigten schnell den Feind in dessen oberhalb gelegenen Stellung und entdeckten einen unter die Erde führenden Bergwerkschacht. Ein Wachmann wurde getötet; die beiden anderen kapitulierten sofort. Unter Major Regans Führung kletterten die Männer der Kompanie "L" sieben 15-Fuß-Leitern hinab. Auf dem Grund fanden sie ein sorgfältig ausgearbeitetes Netz unterirdischer Gänge von über zwei Meilen. Es wurden zweihundert zivile Familien aufgefunden, die in den unterirdischen Gängen lebten. Unter ihnen befanden sich 91 Mitglieder der Deutschen Wehrmacht, die rasch umzingelt waren. Die 1. Abteilung der 28. erreichten die nördliche Spitze von Grefrath gegen 3.00 Uhr. Hier wurde das feindliche Geschütz intensiver. Als die 1. Abteilung einmarschierte, ließ das feindliche Feuer nach. Die Ortschaft wurde nach kurzem Straßenkampf eingenommen. Die Einnahme des Gebietes zog sich über den ganzen Tag hin. |
|
|
|
|
|
(Advanced to Frechen) |
|
Um 19.30 desselben Abends rückte man gegen Frechen vor. |
|
|
|
|
|
1 The 8th Infantry Division, http://www.militaria.com/8th/8thid.html 2 The 28th Field Artillery Battalion in WW2, http://www.militaria.com/8th/WW2/28thfa.html 3 56th Field Artillery Battalion, http://www.militaria.com/8th/WW2/56fa.html 4 History of the 644th Tank Destroyer Battalion, http://www.644td.com/index.htmll
5
Hier die erwähnten Textabschnitte aus dem Bericht „Fortune
favors the brave“ des 644th Tank Destroyer Battalion im
Originalwortlaut:
6
The Boche was paying for his orgy, paying heavily. Now the pressure was on.
The night attack was in vogue. The Germans were confused and shaken. The
doughboys pressed their advantage to the full. Gunshot was displacing daily
and keep ing well forward. Remember Girbelsrath, when Battery B was shelled
before they even dropped trails. Blatzheim, in a night reconnaissance and
occupation, and in between, those huge shells the Huns were throwing our
way? Gunshot moved into that one 500 yards from the doughboys. They were mad
as hell because the tractors made too much noise. Even the airstrip was
shelled and the 28th lost a plane. Prisoners were showing up in good size
batches. The Eighth Division was rolling and would not be stopped.
7
Quelle: Combat History of the 8th Infantry Division in World War II,
Chapter 6.
http://www.techwarrior.cx/~roliver/8th/8th-chapter6.htm
8 Aus dem Amerikanischen übersetzt von Franz-Peter Dohmen, Mai 2002
9
Before the early sunset
on February 26, Task Force Doan had captured Blatzheim and
penetrated Bergenhausen despite heavy antitank fire. Task Force
Kane, and the 83rd Armored Reconnaissance Battalion, commanded by
leather-lunged Lt. Colonel Prentice E. Yeomans, had cleared Manheim.
Combat Command Boudinot's Task Force Welborn reached the edge of
Elsdorf while Task Force Lovelady followed swiftly, with Combat
Command Howze in reserve. Quellenangabe zu den Symbolen der US-Militäreinheiten: Diese "Badges" stammen von amerikanischen Internetseiten und sind nach amerikanischem Recht "public domain", d. h. frei verwendbar ("As a work of the U.S. federal government, this image is in the public domain. Subject to disclaimers." - vgl.: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:3rd_Armored_Division.patch.jpg) |
||