Kochrezepte aus der Region Blatzheim-Bergerhausen

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Hemmel un Erd met Blotwursch 1

Äpfel wachsen dem Himmel entgegen und Kartoffeln in der Erde. So kam es zu dem Namen (Himmel und Erde) dieses rheinischen Klassikers. Bei uns kam dieses Essen vor allem samstags auf den Tisch. Wir benötigen:

je 1 kg Kartoffeln und Äpfel
1/2 kg Blutwurst
¼ l Milch
1 EL Butter
1 EL Zucker
falls vorhanden: 1 EL Zitronensaft
Salz, Muskat
evtl.: 50 g geräucherter Speck und 2 große Zwiebeln

     
 

Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser garen. Die Äpfel schälen, entkernen, vierteln und mit dem Zucker und ggf. einem Eßlöffel Zitronensaft bei schwacher Hitze garen. Die Kartoffeln abgießen, auf den noch heißen Herd zurückstellen, Milch, Butter, Salz und einen Hauch Muskat dazu geben und zu einem feinen Püree zerstampfen. Dann den weichen Apfelkompott dazugeben und unterrühren.

Die Blutwurst in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in der Pfanne von beiden Seiten etwa 2 Minuten braten.

Manche braten auch Speck und Zwiebeln mit. Das ist lecker und lässt sich überdies hübsch anrichten, indem man die Blutwurst auf das „Hemmel und Erd“ legt und mit dem Zwiebel-Speckgemisch bedeckt.


1 Zum Thema Blutwurst: Nach 1. Mose 9, 4 ist es bibeltreuen Menschen verboten, Blut zu essen. Ich schließe mich dieser Warnung gerne an und empfehle anstelle der Blutwurst eine Hausmacherleberwurst zu braten. Die biblische Weisung lautet: „Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles. Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen.“ (1. Mose 9, 3-4). Auch die frühen Christenlehrer haben sich strikt an diese Weisung gehalten: „Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: euch zu enthalten von Götzenopfern und vom Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun.“ (Apostelgeschichte 15, 28-29)

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