Kochrezepte aus der Region Blatzheim-Bergerhausen

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Bottermelcheszupp met Pannekoche
(Buttermilchsuppe mit Pfannkuchen)


Bergerhausen war ursprünglich ein rein katholisches Dorf. In der katholischen Kirche galt bis 1967 das strikte Verbot, freitags Fleisch zu essen. Insofern wurde das hier beschriebene Gericht vor allem freitags auf den Tisch gebracht.

3 Liter Buttermilch
ca. 1 kg Kartoffeln
1 EL Butter
Salz, Muskat

     
 

Man kocht ungefähr 1 kg Kartoffeln gar und stampft sie zu Brei. Während des Stampfens der noch heißen Kartoffeln gibt man einen ordentlichen Stich Butter und eine gute Prise Salz dazu. Dann füllt man soviel (etwa 3 Liter) Buttermilch dazu, dass eine schöne sämige Suppe entsteht. Die Herdplatte bleibt dabei heiß genug, um die Suppe bis kurz vor den Siedepunkt zu bringen. Bitte nicht mehr kochen, weil die Suppe dann gerinnen würde. Das ist zwar nicht schlimm, sieht aber nicht gut aus. Abschließend schmecken wir mit einem Hauch Muskat ab und geben ggf. noch etwas Salz dazu. Die Suppe sollte angenehm säuerlich-herzhaft schmecken.

Dieser säuerlich-herzhafte Geschmack verträgt sich hervorragend mit einer süßen Beilage. Und diese Beilage „muss“ ein süßer Eierpfannkuchen sein, den man heiß oder kalt zusammen mit der Suppe isst. Wir nutzen die Zeit, in der die Kartoffeln für unsere Suppe garen, für die Zubereitung unserer Pfannkuchen:

125 g Mehl
3 Eier
Salz
ca. ¼ l Milch
Zucker
Schmalz

Wir stellen eine Pfanne auf den Herd, reiben sie – falls vorhanden – mit einer Speckscharte aus, geben das Schmalz (oder ein anderes Bratfett, das hitzeverträglich ist – also keine Butter - aber gerne Butterschmalz!) hinein und während die Pfanne schön vorheizt, rühren wir das Mehl mit den Eiern, eine kleine Prise Salz, eine große Prise Zucker und soviel Milch (ca. ¼ Liter) zusammen, dass ein noch recht flüssiger Teig entsteht.

Jetzt prüfen wir, ob das Bratfett ausreichend heiß ist, in dem wir ein Wassertröpfchen in die Pfanne geben (unempfindliche Gemüter können auch die Spuckprobe machen). Wenn es zischt, hat das Fett die richtige Temperatur. Nun geben wir eine Suppenkelle Pfannkuchenteig hinein, reduzieren die Hitze und achten darauf, den richtigen Zeitpunkt zum Wenden des Pfannkuchens zu finden. Der Pfannkuchen ist fertig, wenn er beidseitig schön goldgelb bis –braun ist. Der fertige Pfannkuchen wird großzügig mit Kristallzucker bestreut, damit es beim Kauen schön knirscht.

Damit haben wir das Grundrezept für ein leckeres Essen. Jetzt kommen einige beliebte Variationen:

Die Buttermilchsuppe kann man – ganz nach persönlicher Vorliebe - mit Sahne lieblicher und mit ein paar Tropfen Zitronensaft saurer machen. Beliebte Einlagen sind alle Arten von Bohnen, vor allem (saure) Schnippelbohnen, Brechbohnen und (große) weiße oder bunte Bohnen („Wöllemänn“

Die Pfannkuchen kann man mit Früchten - vor allem Apfelstückchen, Kirschen oder Pflaumen – verbessern, die man zusammen mit dem flüssigen Teig in die Pfanne gibt.

Aufgewärmt schmeckt die Buttermilchsuppe noch besser. Und die Pfannkuchen sind auch lecker, wenn man sie mit dem aufgestreuten Zucker erkalten lässt. Ein Teil des auf den ursprünglich heißen Pfannkuchen aufgestreuten Zuckers sollte sich verflüssigt haben, während der andere Teil zu einer Zuckerkruste geworden ist. Mmh – lecker!

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