Unser Dorf |
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| Die deutschen Dörfer, die wegen ihrer anheimelnden Bauweise überall in
der Welt als ein Inbegriff von Behaglichkeit und von Gemütlichkeit gelten,
sind dabei, radikal ihr Gesicht zu ändern. Die Dörfer sehen immer mehr
aus wie Vorstädte. Alle Kennzeichen landwirtschaftlicher Tätigkeit werden am
liebsten versteckt, die Häuser in einem einheitlichen Stil gebaut und das
Gesamtbild durch Beton und Asphalt kalt gestaltet. Dieter Weiland, Bayr. Rundfunk 1995 |
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Bergerhausen ist ein Straßendorf am Schnittpunkt der alten Straßenverbindungen Köln-Aachen und Lechenich-Bergheim. Seine künstliche Lebensader ist die frühere Bundesstraße 264, seine natürliche der Neffelbach, der parallel zu ihr, ungefähr hundert Meter südlich der Straße, verläuft. Trotz der Ansiedlung einer größeren Anzahl von Neubürgern in einer für dörfliche Verhältnisse überdimensionierten Neubausiedlung blieb der ländliche Charakter Bergerhausens bisher weitgehend erhalten. Es müsste jedoch sowohl von Seiten der Dorfbewohner, als auch von Seiten der für die Dorfgestaltung und -planung zuständigen öffentlichen Stellen einiges geschehen, um das Dorf, sein Umland und die nahe gelegenen Weiler Dorsfeld, Geilrath, Giffelsberg und Onnau vor weiteren Beeinträchtigungen zu bewahren und in Zukunft wieder attraktiver zu machen. In Anbetracht eines wenig sensiblen Umgangs mit unseren heimatlichen Flächen durch eine extensiv betriebene Landwirtschaft, das Militär (Fliegerhorst Nörvenich), der Energiewirtschaft (Hochspannungsleitungen, Windkrafträder) und zunehmend von Berg- und Straßenbau betreibenden Unternehmen (Kieswerke, Rheinbraun) ist unsere Heimat in den letzten Jahrzehnten zunehmend seiner ursprünglichen Schönheit beraubt worden. Weitere menschliche Eingriffe zum Nachteil unseres Dorfes und seines Umlandes sind zu unterlassen. Für die entstandenen Beeinträchtigungen ist ein Ausgleich anzustreben. Größeres Wachstum und eine weitere Ausbeutung der Landschaft sind nicht mehr erwünscht. Dorf und Landschaft sollen den Einheimischen und ihren Nachkommen lebenswerte Heimat sein, wobei Neubürger in beschränktem Umfang auch künftig willkommen sind. Mit dieser und den folgenden Seiten möchte ich als ein sich seiner Verantwortung für die Dorfgemeinschaft bewusster Bürger einen kleinen persönlichen Beitrag für den Erhalt einer liebes- und lebenswerten Heimat leisten. |
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Die weiteren Themen: Unser Dorf soll schöner werden Schlosspark oder Schilderwald? Ein Dorf im Umbruch Schlechte Aussichten Verkehrskonzepte/Gestaltung von Wegen und Straßen
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